Di., 26. Juli 2016, 14:24 Uhr
Neubau der Strom-Freileitung zwischen Osthofen/Sommerried und Herrnsheim
Künftig nur 8 statt 36 Masten
Im August wird zwischen Osthofen/Sommerried und Herrnsheim eine neue Freileitung mit acht Stahlvollwandmasten errichtet. Die neue Freileitung hat eine höhere Kapazität für die Stromübertragung und ermöglicht eine neue Glasfaserstrecke für die breitbandige Kommunikationstechnik – für eine Versorgung der Zukunft und schnelle Datenübertragung. „Altersbedingt weichen damit die in den 1960er Jahren errichteten Mittelspannungsfreileitungen einer neuen Technik“, erklärt Projektleiter Jürgen Doppler. Die Strecke sichere die elektrische Stromversorgung der Stadt Worms mit den Stadtteilen Abenheim, Mörstadt, Leiselheim, Horchheim, Weinsheim, Wiesoppenheim, Heppenheim und Pfeddersheim, aus der Umspannanlage Osthofen.
Eine Strecke ersetzt zwei
„Der Neubau auf einer geraden Strecke ersetzt zwei Freileitungen und ist damit die wirtschaftlichste Lösung“, erklärt Doppler. Mit doppelter Leitungsführung wird auf einer Trassenlänge von zirka 1.500 Metern mit acht Masten neu gebaut. Bislang sind es zwei parallel verlaufende Freileitungen auf einer Gesamtlänge von 5.400 Metern und 36 Masten. Die geplanten achtkantigen Stahlvollwandmasten beanspruchen durch die schmale Bauart bedeutend weniger Ackerflächen. Durch das Weitspannsystem und die 18 bis 20 Meter Höhe der Masten reduziert sich damit die Anzahl der Maststandorte gegenüber dem heutigen Baustandard und erhöht die Nutzbarkeit der landwirtschaftlichen Flächen. Durch spezielle Isolatoren ist auch der Vogelschutz künftig noch besser gewährleistet.
Start im August
„Die Stahlvollwandmasten wurden als Einzelmastteile angeliefert“, erläutert Doppler, „vor Ort werden diese zusammengesteckt und anschließend mit einem Autokran in die vorbereiteten Rohrfundamente gestellt und ausgerichtet.“ Im Anschluss werde der Zwischenraum mit Beton ausgegossen und die Masten bis zur Austrocknung des Betons durch Stahltrossen gesichert. Bis Mitte September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Demontage der alten Freileitungen erfolgt Ende des Jahres – nachdem die auf einer Strecke von knapp zwei Kilometern neu verlegten Mittelspannungskabel an die Endmasten angeschlossen wurden.