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  • Fr., 03. Januar 2025, 09:40 Uhr
    MIKROPLASTIK: Meeresbiologin Frauke Bagusche begeistert und alarmiert Schüler des Eleonoren-Gymnasiums

    Kunststofffasern in der Pfrimm nachgewiesen

    Gemeinsam mit Frauke Bagusche untersuchten Elo-Schüler Wasserproben aus der Pfrimm unter dem Mikroskop auf Mikroplastik.
    Foto: ebwo AöR

    Die ebwo AöR lud zu einem Vortrag ein, um das große Engagement der Schülerinnen und Schüler der 6. und 7. Klassen des Eleonoren-Gymnasiums (Elo) bei der diesjährigen Biotonnendemo in der Wormser Fußgängerzone zu würdigen. Mit ihrer eindrucksvollen Aktion hatten die Schüler für große Aufmerksamkeit in der Presse und im Fernsehen gesorgt. Eine lautstarke „Rasselbande“ zog dabei mit „verärgerten“ Biotonnen durch die Innenstadt bis vor das Rathaus, um humorvoll, aber eindringlich auf die häufige Falschbefüllung der Biotonnen aufmerksam zu machen.

    Als Dankeschön wurde die renommierte Meeresbiologin, Rednerin und Buchautorin Frauke Bagusche ins Elo eingeladen. Sie reiste stilecht mit ihrem elektrischen „MeerMobil“ an – einem mobilen Botschafter für Meereswissenschaften und Umweltschutz. Ihr Ziel: Auch Menschen fernab der Küsten die Bedeutung der Ozeane und den dringenden Handlungsbedarf näherzubringen.

    Ein Vortrag, der aufrüttelt

    Frauke Bagusche präsentierte einen Vortrag über die globale Plastikverschmutzung unserer Gewässer – schonungslos, alarmierend und zugleich inspirierend.

    In der voll besetzten Aula tauchte das Publikum in die faszinierende Welt der Ozeane ein. Dabei wurde deutlich, wie unverzichtbar die Meere für das ökologische Gleichgewicht – und letztlich unser Überleben – sind. Schnell schlug der Vortrag einen ernsteren Ton an, als die Folgen unseres Konsumverhaltens sichtbar wurden: Bilder von Seevögeln und Fischen, die Plastikteile für Nahrung halten und daran verenden, oder von Stränden, die zu Müllhalden geworden sind, hinterließen einen bleibenden Eindruck. Besonders schockierend: Mikroplastik, das sich in der Nahrungskette anreichert und inzwischen sogar in menschlichen Organen, einschließlich des Gehirns, nachgewiesen wurde.

    Hoffnung und Handlungsbedarf

    Trotz der alarmierenden Fakten endete der Vortrag mit einer klaren Botschaft: Es ist noch nicht zu spät. Wenn der Mensch handelt, Müll vermeidet und nachhaltige Alternativen fördert, können die Meere geschützt werden.

    Selbstverständlich gab es zahlreiche Fragen: Wie wird man Meeresbiologin? Was verdient man in diesem Beruf? Wie viele Länder bereist man? Warum wird der Müll nicht einfach in den Weltraum geschossen? 

    Geduldig und humorvoll beantworteten Frauke Bagusche und Hans-Dieter Gugumus von der ebwo AöR die Fragen und gaben spannende Einblicke in Wissenschaft und Umweltschutz.

    Wissenschaft hautnah

    Für die Fließgewässer-AG des Elos ging es virtuell weiter: Mit modernen VR-Brillen erkundeten die Schüler die Schönheit der Unterwasserwelt und unternahmen Tauchgänge mit Rochen und Haien inmitten von Korallenriffen. Gleichzeitig sahen sie hautnah die Zerstörung, die Plastik in diesen Lebensräumen anrichtet.

    Danach wurde es praktisch: Gemeinsam mit Frauke Bagusche nahmen die Schüler Wasserproben an der Pfrimm, um diese im Schullabor auf Mikroplastik zu untersuchen. Unter dem Mikroskop entdeckten sie in allen Wasserproben Mikrofasern in auffälligen Farben wie Blau und Rot – ein alarmierendes Zeichen dafür, welchen Einfluss die synthetischen Textilien der „Fast Fashion“ auf die Umwelt haben. „Bedenklich“ lautete das Ergebnis – und zugleich eine Motivation, aktiv für den Schutz der Gewässer einzutreten.

    Fazit: Ein inspirierender Tag

    Der Besuch von Frauke Bagusche war ein iTüpflechen für die Schüler und ein eindringlicher Weckruf: Die Zukunft der Meere liegt in den eigenen Händen! Mit ihrem Programm nahm Frauke Bagusche das Publikum mit auf eine faszinierende Reise und zeigte, wie wichtig ein bewusster und nachhaltiger Umgang mit der Umwelt ist – eine Botschaft, die auch perfekt zu den Zielen der ebwo AöR passt.

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