
Von Florian Helfert › Worms übt am Samstag, dem 26. September, den Ernstfall, den niemand haben will: ein Unwetter und seine Auswirkungen. Was nach Angaben der Stadt Worms mitunter dramatisch aussehen könnte, wenn Einsatzfahrzeuge durch die Stadt fahren und Nebel oder Rauch aufsteigt, ist diesmal kein Anlass zur Sorge – die Einsatzkräfte sind höchstwahrscheinlich auf dem Weg zu einer Großübung.
Anlass ist der zweite landesweite Übungstag für den Brand- und Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz. Von 8 bis 16 Uhr üben Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Behörden und weitere Akteure landesweit von 8 bis 16 Uhr das Bewältigen eines großen Starkregenereignisses mit komplexer Unwetterlage. Inhaltlich orientiert sich das Szenario an den Vorgaben des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (LfBK).
Ziel ist es, die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte und der Umgang mit Ereignisketten zu erproben. Um die Abläufe für großflächige Schadenslagen weiterzuentwickeln und den Katastrophenschutz in Rheinland-Pfalz zu stärken, wird zugleich auch das Zusammenspiel mit übergeordneten Stellen geprüft: die Kommunikations- und Meldewege von der Kommune über die Integrierten Leitstellen des Landes bis zum Lagezentrum Bevölkerungsschutz des LfBK. Die einzelnen Übungslagen werden erfasst und zu einem möglichst realistischen landesweiten Lagebild zusammengeführt.
Für die Wormser Übung konnten freiwillige Helfer für die Darstellung von Verletzten, Betroffenen und weiterer Rollen gewonnen werden. Einige Statisten werden mit Kunstwunden und Kunstblut entsprechend präpariert. Die Bevölkerung sollte deshalb nicht irritiert sein, wenn das Szenario für mehr Realitätsnähe möglicherweise auch akustisch und visuell wahrnehmbar wird.
„Wie wichtig solche Übungen sind, haben Ereignisse der jüngeren Vergangenheit gezeigt – von der Flut im Ahrtal bis zu den großen Waldbränden in diesem Jahr“, macht Oberbürgermeister Adolf Kessel deutlich. Seit 2025 findet der Landesübungstag jährlich am letzten Samstag im September statt.
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