Mo., 15. April 2019, 09:39 Uhr
Radwegeprojekt ins Wormser Industriegebiet verzögert sich
Leicht ausgebremst
Wie der Beigeordnete der Stadt Osthofen, Günter Sum in der Stadtratssitzung letzte Woche berichtete, verzögern sich Planung und Beginn des Ausbaus wegen minimaler Grundstücksankäufe. Auf Osthofener Seite bremst die Bahn, auf Wormser Seite bremsen die Eigentümer eines kleinen Grundstückteils, der zum Radwegeausbau benötigt wird.
In beiden Fällen wäre bei nüchterner Betrachtung und einem unbürokratischen Entgegenkommen der Grundstücksbesitzer durchaus ein Vorankommen möglich, meint Günter Sum.
Im November 2018 hatte die Bahn als Eigentümerin eines aufgegebenen Gleisabschnitts der Altrheinbahn Richtung Rheindürkheim mitgeteilt, grundsätzlich sei man mit einem Verkauf des nicht mehr benötigten Streckenabschnitts bis zur B 9 an die Stadt Osthofen einverstanden. Wegen Überlastung der Sachbearbeiter könne der erforderliche notarielle Vertrag aber erst 2020 geschlossen werden.
Bahn soll Stadt entgegen kommen
Die Bitte der Verwaltung, dann doch wenigstens eine Gestattung der Querung des Gleises in einem Bereich von 3 Meter auszusprechen, blieb unbeantwortet. Da die Stadt Osthofen jetzt wegen des Ankaufs der Ladestraße wieder im Geschäft mit der Bahn ist, soll Bürgermeister Goller darauf drängen, dass die Bahn der Stadt in Sachen Radweg kurzfristig entgegenkommt.
Die Stadt Worms hofft indes, dass man mit den Grundeigentümern des dort tangierten Bereichs nun im Mai vorankommt. Bis dahin soll die beauftragte Verwaltungsgesellschaft offene Fragen der Eigentümergemeinschaft klären. Auch hier geht es nur um wenige Quadratmeter Gelände.
Positiv zu vermerken ist, dass sich am 7. Mai Verantwortliche der Städte Osthofen und Worms mit Vertretern des LBMs treffen, um die Planungen der Radwegeverbindung abzustimmen.
Noch im Monat Mai sollte dann auch der Kooperationsvertrag der beteiligten Gebietskörperschaften geschlossen werden, damit vor dem Ende der Arbeitsperiode der Osthofener ehrenamtlichen Verwaltung im Juni die Zuschussanträge bei Bund und Land wenigstens eingereicht werden können, hofft der federführende Beigeordnete der Stadt Osthofen, Günter Sum.