
Von Marcus Diehl › Die Herren der TG Osthofen sind in der harten Realität der Regionalliga angekommen. Wieder wurde ein Heimspiel in den Sand gesetzt. Die Partie gegen VTV Mundenheim wurde mit 30:33 (17:17) verloren. Erneut müssen sie sich an die eigene Nase fassen, denn sie hätten die Partie an sich ziehen können. Gelegenheiten gab es genug in der gesamten Spielzeit.
Auch wenn sich die Gäste besser präsentierten als zu Beginn der Saison, sind die Unzulänglichkeiten in der Crunchtime auffallend. Einfache Absprachen wurden über den Haufen geworfen, was auf fehlende Cleverness oder Naivität hindeutet. Sicherlich fehlen wichtige und erfahrene Akteure.
Mit der Heimstärke im Rücken sollte das Punktekonto aufgebaut werden, um in der Rückrunde, wenn dann die Auswärtsspiele anstehen, davon zehren zu können. Mit dem Blick auf die Tabelle wird es zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft kommen: Es gibt sechs Teams mit positiver Punkteanzahl, der Rest eine negative.
Trotzdem ist Panikmache unangebracht, denn die Saison ist noch lang. Nur sollte endlich der Lernprozess starten. Das Team muss seine Lehren daraus ziehen und mehr Überzeugung an den Tag legen. Es hat doch schon bewiesen, dass es mehr als konkurrenzfähig sein kann.
Die TGO startete gut in die Partie und führte beim 6:3 und 16:13 mit einem Drei-Tore-Vorsprung. Zu dieser Zeit hatte sie das Spiel im Griff. Wichtig wäre gewesen, diesen Vorsprung in die Pause zu retten. So konnten die Gäste mit einem positiven Gefühl in die zweite Hälfte starten. Jetzt kam die ganze Routine von Mundenheim zum Tragen. Die Mannschaft legte immer mindestens ein Tor vor, bis der Gleichstand erreicht war.
Am Sonntag kommt der Mitaufsteiger TV Nieder-Olm um 18 Uhr in die Wonnegauhalle und verspricht, ein Rheinhessenderby mit Brisanz zu werden. Die Tabellenstände und die Verfassung sind bei solchen Spielen außen vor. Es gilt, den Kampf anzunehmen, wieder positiv zu denken und die verlorenen vier Punkte aus den letzten zwei Partien aus dem Kopf zu spielen.