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  • Fr., 29. April 2016, 14:53 Uhr
    Anna-Lena Müsel aus Obrigheim ist 67. Weingräfin des Leiningerlandes 2016/17

    Majestät mit natürlicher Ausstrahlung

    Die charmante Anna-Lena ist sehr kommunikationsfreudig und weiß trotz jungem Alter bereits, was sie will.

    Die 67. Weingräfin des Leiningerlandes 2016/17, die die Nachfolge von Franca I. aus Laumersheim antritt, heißt Anna-Lena Müsel und kommt aus Obrigheim. Bereits 2009/10 repräsentierte deren Schwester Ellen als 60. Weinhoheit das Leiningerland. Sie ist deshalb natürlich Beraterin Nummer eins für Anna-Lena.


    Schwester Ellen war vor sieben Jahren Weingräfin
    Die künftige Weingräfin begann nach ihrem Abi ein Ausbildungsverhältnis als Industriekauffrau im Kleinkarlbacher Unternehmen Gechem. Die 20-jährige hatte schon immer den Wunsch, einmal Weingräfin der Region zu werden und das verstärkte sich besonders, als ihre Schwester Ellen vor sieben Jahren Weingräfin war.


    Anna-Lena liebt Ballett
    „Als die Stadtverwaltung anfragte, ob ich bereit sei, das Amt auszuüben, habe ich mich sehr gefreut und im gemeinsamen Kreise der Familie sofort die Entscheidung getroffen, zuzusagen“, ließ die leidenschaftliche Tänzerin erkennen. Sie gehört seit einigen Jahren zum Ballett des Grünstadter Tanzstudios von Claudia Dauth und zur Stammbesetzung der Showtanzgruppe, mit der sie alljährlich die Prunksitzungen der Siedlergemeinschaft bereichert.


    Sechste Weingräfin aus Obrigheim
    Sie ist die sechste Repräsentantin in der langjährigen Weinadels-Ahnenreihe, die aus Obrigheim kommt, und wird sich Anna-Lena I. aus Obrigheim nennen. 1958/59 regierte Katharina Schwarz geborene Bechtel als 8. Weingräfin der seinerzeitigen Unterhaardt, 1963/64 wurde Waltraud Lang geborene Sitzler 14., 1966/67 Renate Storzum geborene Baum 17., 1989/90 Birgit Mäurer geborene Dejung 40., und 2009/10 Anna-Lenas Schwester Ellen 60. Weinhoheit.


    Künftige Weingräfin bevorzugt italienische Küche und edelsüße Weine
    Beide Schwestern verstehen sich sehr gut, der 14-jährige Bruder Philipp geht noch zur Schule. „Ellen und ich haben bei unserer Mutter früh das Kochen gelernt“, verrät Anna-Lena, die vielfältiges Gemüse und italienische Küche liebt. Beim Wein bevorzugt sie vor allen Dingen Edelsüße, also Auslesen oder Beerenauslesen.


    Eltern betreiben Weinbaubetrieb
    Die Eltern, Martina und Stefan Müsel, betreiben seit Jahren im Obrigheimer Ortsteil Colgenstein einen Weinbaubetrieb. Der Techniker für Weinbau und Kellerwirtschaft bewirtschaftet rund 13 Hektar Rebflächen, davon 60 % Weißweine. Klar, dass die künftige Weinhoheit im Weinbau mithilft, ganz gleich ob draußen im Weinberg oder im Weinproberaum die Kunden bedienen.


    Werbung für Wein und Tourismus
    Die charmante Anna-Lena ist sehr kommunikationsfreudig und weiß trotz jungem Alter bereits, was sie will. So ist ihr klar, dass sie nicht nur den Weinbau oder die Winzer des Leiningerlandes zu repräsentieren hat, sondern für den Tourismus und insbesondere die Waldgemeinden im Bereich der Verbandsgemeinde Hettenleidelheim werben soll. „Wein, Winzer, Wald und Geschichte gehören einfach zusammen und ich freue mich, wenn ich dafür arbeiten und werben darf“, so die hübsche Obrigheimerin.


    Mit der Isetta unterwegs
    Ebenso freue sie sich riesig auf ihre Krönung zum Weinfestauftakt am 22. Juli im Weindorf und besonders auf den Erlebnistag Deutsche Weinstraße am 28. August, wenn es mit einem attraktiven Oldtimer, einer Isetta-„Knutschkugel“ vom Sausenheimer Albert Belger, von Ort zu Ort an der nördlichen Weinstraße ginge. „Da werden die Besucher die Weingräfin im Petticoat-Kleid erleben“, verspricht Anna-Lena Müsel.


    Ball der Weingräfinnen: Das Tanzereignis der Region
    Es sei auch nicht alltäglich, dass eine Stadtverwaltung für die Weinhoheit eigens einen Tanzball veranstalte. Der „Ball der Weingräfinnen“ sei das gesellschaftliche Tanzereignis der Region und sie fiebere bereits jetzt schon auf diesen Termin, Freitag, 11. November, Weinstraßencenter, zu.


    Bewerbung für die Pfalzwein-Krone
    Anna-Lena Müsel verhehlt nicht und lässt deutlich jetzt schon erkennen, dass sie sich unbedingt für das Amt der Pfälzischen Weinkönigin bewerben wolle und da käme das Jahr als Weingräfin genau richtig. „Das ist für eine sehr wichtige Amts- respektive Lehrzeit“, zeigt sich Anna-Lena souverän und beweist mit dieser Absichtserklärung eine gehörige Portion Selbstsicherheit.


    „Natürliche Ausstrahlung“
    Sehr erfreut über die künftige Weingräfin zeigten sich Grünstadts Beigeordneter Hans Tisch, der Stellvertretende Leiter des städtischen Ordnungsamtes Jürgen Bracht und Obrigheims Ortsbürgermeister Stefan Muth. „Es ist toll, dass Obrigheim wieder eine Weingräfin besitzt und natürlich werden wir Anna-Lena in allen Belangen seitens der Ortsgemeinde unterstützen“, meinte der Obrigheimer Orts-Chef. Tisch: „Unsere liebe Weingräfin Franca aus Laumersheim bekommt eine würdige Nachfolgerin; Anna-Lena wirkt sehr selbstsicher, ist redegewandt und einfach sympathisch.“ Bracht: „Die künftige Weinhoheit besitzt eine natürliche Ausstrahlung.“


    Ernennung und Krönung
    Die Ernennung von Anna-Lena zur 67. Weingräfin des Leiningerlandes findet am Freitag, 20. Mai, 13 Uhr, im  elterlichen Weingut in Colgenstein durch Grünstadts Bürgermeister Klaus Wagner statt, die Krönung traditionell zum Weinfestauftakt am Freitag, 22. Juli, 19 Uhr, im Weindorf auf dem Luitpoldplatz.

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