
Von Marcus Diehl › Nach zwölf Spieltagen thront der SV Horchheim an der Tabellenspitze in der Bezirksliga Rheinhessen. Eine Momentaufnahme, die Freude bereitet und so nicht ganz vorhersehbar war.
Im Sommer übernahm mit Sebastian Schulz ein Trainer-Neuling die Verantwortung. Trainer und Team, mit einigen Neuzugängen, mussten erst einmal zusammenfinden. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Übungsleiter beim SVH in Ruhe arbeiten können. Nach fast vier Monaten enger Zusammenarbeit, kann Sebastian das ohne Wenn und Aber, bestätigen. „Die Mannschaft, hat es mir auch sehr leicht gemacht. Sie haben eine optimale Einstellung. Wir haben eine sehr gute Trainingsbeteiligung und sie waren neugierig auf das, was kommt.“
Der optimale Start mit fünf Siegen hat zur positiven Stimmung noch dazu beigetragen. Die Ergebnisse waren einige Male enger als der Spielverlauf. Durch eine schwächere Chancenverwertung wurde eine vorzeitige Entscheidung verschoben. Im Umkehrschluss hätte am Ende noch der Ausgleichstreffer durchaus fallen können. Die Verwertung der Torgelegenheiten ist ein kleines Manko. „Daran müssen wir noch arbeiten. Genauso am Spiel mit dem Ball“, so der Coach.
Beim Sieg im Spitzenduell in Guntersblum am letzten Spieltag war es schon fast optimal, was das Thema Torchance betrifft. Bei zwei Niederlagen und zwei Unentschieden wurden Punkte liegen gelassen. Allesamt gegen Kontrahenten aus der oberen Tabellenhälfte. Dass das Derby gegen Neuhausen in den Sand gesetzt wurde, wurmt Sebastian ein kleines bisschen. „Die erste Halbzeit haben wir hergeschenkt. Nach der zweiten Hälfte wäre ein Unentschieden möglich gewesen. Vielleicht sogar noch mehr, wenn der Elfmeter verwandelt worden wäre.“
In der Vorrunde stehen noch drei harte Spiele auf dem Plan. Mommenheim hat gerade den Trainer gewechselt. In Gau-Odernheim kommt ein großer Aufstiegsaspirant auf den SVH zu. Zum Abschluss kommt Ober-Sülzen. Drei Partien aus der Rückrunde werden in diesem Jahr noch folgen. Da kann in der Tabelle noch viel durcheinandergewirbelt werden. „Wir richten die Spiele nach uns aus und nicht am Gegner. Von Spiel zu Spiel denken, ist zwar eine alte Floskel, aber durchaus angebracht“, sagt Sebastian Schulz.
Mit der positiven Energie im Rücken, sollte der SVH bis zum Ende ein heißer Kandidat auf die vorderen Plätze sein. Die Bezirksliga ist so ausgeglichen, wie seit Jahren nicht mehr. Eine Prognose zu stellen, ist wie eine Lotterie.
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