Di., 14. Januar 2014, 14:58 Uhr
MdB Marcus Held ruft zur Beteiligung an Ehrenamtskarte auf / Brief an die Spitzenverbände in Rheinland-Pfalz
Wertschätzung für bürgerliches Engagement
Die Einführung einer Ehrenamtskarte in Rheinland-Pfalz wurde bereits in mehreren Anläufen angestrebt, jedoch bisher ergebnisoffen. Um diesen zähen Prozess zu beschleunigen, hat sich der Bundestagsabgeordnete Marcus Held (SPD) in einem Brief an die Spitzenverbände in Rheinland-Pfalz gewendet. In diesem plädiert er ausdrücklich für die Einführung einer Ehrenamtskarte in Rheinland-Pfalz, „da diese ein Zeichen der Wertschätzung für bürgerliches Engagement in Dienste der Gesellschaft ist“, so Held.
Ausdrücklicher Wunsch der Ehrenamtler
Nach zahlreichen Gesprächen mit Vereinen und Verbänden aus dem Wahlkreis ist es Held ein besonderes Anliegen, dem Wunsch der Ehrenamtler nachzukommen. In Rheinland-Pfalz sind mehr als eine Millionen Menschen ehrenamtlich aktiv. „Diese große Zahl, auf die wir übrigens sehr stolz seinen können, spiegelt wider, wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit in unserem Bundesland ist. In Anbetracht der vielen Bundesländer, die eine solche Ehrenamtskarte bereits erfolgreich eingeführt haben, müssen wir hier in meinen Augen unbedingt nachziehen.“
In Rheinland-Pfalz gab es zwar bisher mehrere Anläufe, eine flächendeckende Ehrenamtskarte einzuführen, jedoch ist bisher jeder Versuch erfolglos geblieben. Insbesondere die kommunalen Spitzenverbände haben sich gegen eine solche Karte ausgesprochen. Das Hauptargument seien befürchtete Einnahmeausfälle bei kommunalen Einrichtungen und Zweifel an der Wirksamkeit der Karte, so Held über die Bedenken der Spitzenverbände. Dem entgegnet der Abgeordnete in seinem Schreiben: „Die Ehrenamtskarte soll aber vor allem eines ausrücken: Den Dank an alle ehrenamtlich Aktiven in Rheinland-Pfalz.“ Deshalb fordert er die Spitzenverbände dazu auf, „ von der ablehnenden Haltung gegenüber der Einführung dringend abzurücken, um diese gemeinsam mit den Kommunen umzusetzen.“
Ja zur Ehrenamtskarte
Aus seiner Erfahrung aus vielen Gesprächen mit Bürgermeistern, Landräten und Beigeordneten weiß Held, dass die Kommunen, unabhängig von ihrer parteipolitischen Zugehörigkeit, die Einführung unterstützen. Deshalb schlägt Held in seinem Schreiben vor: „Lassen sie uns gemeinsam darüber reden, wie wir die Einführung einer Ehrenamtskarte beschleunigen können. Ich bin in meinen Funktionen als Bundestagsabgeordneter, VG-Beigeordneter und Stadtbürgermeister in Oppenheim gerne dazu bereit, mich daran aktiv zu beteiligen. Wir brauchen auch in unserem Bundesland endlich die Wertschätzung ehrenamtlicher Arbeit in Form dieser Karte.“