Stadtrat schafft Baurecht für Gesundheitszentrum am Bahnhof / Zwei allgemeinmedizinsiche Arztpraxen und eine Apotheke werden in das Gebäude einziehen
Meilenstein für Osthofen
Unterzeichnung der Mietverträge im Rathaus durch Dr. Carl Priester-Lasch (links) und Dr. Claudia Hesse. Stehend von links: Walter Wagner, Dr. Markus Wallraven, Dr. Dieter Emrich, Thomas Goller und Jörg Deibert. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Im April diesen Jahres fiel der offizielle Startschuss für das mehrgeschossige Osthofener Gesundheitszentrum, das in unmittelbarer Bahnhofsnähe auf dem Wander-Gelände entstehen soll. Das moderne Gebäude wird von vier Initiatoren Jörg Deibert, Martin Fähndrich, Markus Seibert und Dr. Carl Priester-Lasch errichtet. Sie werden auch die Inhaber sein. Seit April laufen die Planungen auf Hochtouren. Am Dienstag erfolgte auf der Osthofener Stadtratssitzung mit der Änderung des Bebauungsplans, also der Erteilung des Baurechtes, eine weitere wichtige Weichenstellung für die Realisierung des Gesundheitsprojektes. Bei zwei Nein-Stimmen und vier Enthaltungen sprach sich eine große Mehrheit der Ratsmitglieder für das richtungsweisende Bauvorhaben aus. Der Spatenstich soll noch in diesem Herbst durchgeführt werden und die Eröffnung mit Inbetriebnahme der Praxen ist für das Spätjahr 2016 geplant.
Zwei allgemeinmedizinische Arztpraxen
Am Donnerstag erfolgte der nächste Paukenschlag. Im Rathaus konnten die Initiatoren sowie Verbandsbürgermeister Walter Wagner (CDU) und Stadtbürgermeister Thomas Goller (SPD) eine weitere allgemeinmedizinische Praxis als Mieter präsentieren. Dabei handelt es sich um das Medizinische Versorgungszentrum Westhofen (MVZ). Damit sind rund 70 Prozent des Gebäudes bereits vermietet. Die Beteiligten sprachen zurecht von einer nahezu unglaublichen Erfolgsgeschichte. Im Erdgeschoss des Gebäudes wird die Rheinberg-Apotheke einziehen, die bereits in Guntersblum und Osthofen präsent ist. Das Gesundheitszentrum Osthofen wird über zwei große allgemeinmedizinische Praxen verfügen. Dies ist einmal das MVZ aus Westhofen und die Gemeinschaftpraxis von Dr. Emrich und Dr. Priester-Lasch aus Alsheim. Vertreter aus beiden Praxen waren am Donnerstag anwesend und erläuterten ihre Zielvorstellungen. Der Tenor aller Anwesenden war, dass es ein harmonisches Miteinander der beiden Praxen geben soll. Man wolle hier ein zukunftsweisendes Modell für die medizinische Versorgung der Bevölkerung schaffen. Dr. Dieter Emrich sagte, es sei für die Patienten ganz wichtig, dass er und Dr. Priester-Lasch mit ihrer Gemeinschaftspraxis auch weiterhin in Alsheim bleiben, die Präsenz in Osthofen käme als zweites Standbein dazu. Um dies personell stemmen zu können, würden noch weitere Ärzte eingestellt, sodass ihre Gemeinschaftspraxis dann insgesamt über vier bis fünf Ärzte verfügen würde, die teilweise in Alsheim und teilweise in Osthofen zum Einsatz kommen.
MVZ Westhofen
Der ärztliche Leiter des MVZ in Westhofen, Dr. Markus Wallraven, erklärte am Donnerstagabend, dass es für sie eine ähnliche Herangehensweise gebe. So bleibe das Versogungszentrum in Westhofen erhalten und Osthofen werde der zweite Standort. Neben den zwei Gemeinschaftspraxen und der Rheinberg Apotheke soll eventuell eine Einrichtung der Tagespflege das Gesundheitszentrum ergänzen. Noch sind aber Räumlichkeiten anzumieten, wobei das Angebot langsam überschaubar wird. Das Gebäude wird über insgesamt drei Geschosse sowie ein zusätzliches Dachgeschoss, das etwas zurückgesetzt ist, verfügen.