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  • Mi., 29. Oktober 2025, 13:32 Uhr
    Rallyesport: 33-Jährige Bechtheimerin Celine Wolf war erfolgreich bei der Rallye-WM unterwegs

    Motorsport ist ihre Leidenschaft

    Zusammen mit ihrem Partner Guido Hudelmeier bejubelt Celine Wolf einen erfolgreichen Zieleinlauf.
    Foto: Sascha Dörrenbacher

    Von Marcus Diehl › Celine Wolf hat das Motorsport-Gen in sich. Die 33-Jährige Bechtheimerin, geboren in Bensheim, ist seit vier Jahren als Rallye-Beifahrerin aktiv. Zusammen mit Guido Hudelmeier war sie jüngst beim 12. Lauf zur World Rallye Championship dabei. 

    Bei der Rallye Zentraleuropa ging es durch Deutschland, Österreich und Tschechien. Dabei haben Wolf und Hudelmeier ihre eigenen Erwartungen übertroffen: In der Gesamtwertung aller Teilnehmer stand am Ende Platz 31 von 47, was Platz 9 in der Klasse RC3 bedeutet. 

    Für Celine war das Rennen eine echte Herausforderung: „Die Strecke war sehr anspruchsvoll mit vielen Kurven, voller Dreck und Schotter. Teilweise wurden Wertungsprüfungen auch in der Dunkelheit gefahren.“ Unterwegs waren Wolf und Hudelmeier mit einem Ford Fiesta Rallye3 Evo – mit Unterstützung vom Team PSH Motorsport. 

    1.400 km in 4 Tagen

    In vier Tagen mussten 1.400 km zurückgelegt werden, davon rund 300 km bei verschiedenen Prüfungen im Renntempo bgesperrten Bereichen. Dadurch, dass die Rallyefahrzeuge eine Straßenzulassung besitzen, müssen die restlichen Kilometer zwischen den Verbindungsetappen im öffentlichen Straßenverkehr zurückgelegt werden. „Natürlich unter Einhaltung der StVO“, schmunzelt Celine. Ihre Aufgabe ist es, den Fahrer bestmöglich zu lotsen. Vor jeder Rallye dürfen die Wertungsprüfungen zwei Mal abgefahren werden. Dabei müssen wichtige Informationen gesammelt werden, die din diesem Falle die Beifahrerin während den Prüfungen ihrem Fahrer weitergibt, z.B. wann die nächste Kurve erscheint und mit welchem Speed sie gefahren werden kann.

    Ihre Leidenschaft für das Automobil hat sie zum Beruf gemacht, sie ist als Ingenieurin in der Automobilentwicklung tätig. Dabei war sie in jungen Jahren auf zwei Räder spezialisiert. Die Eltern hatten sie mit dem Sport infiziert. In jungen Jahren besuchten sie gemeinsam mit ihrer Schwester regelmäßig Motorsportevents. Dabei ist sie auf Motorrad-Trial gestoßen. Dabei geht durch steiles Gelände, wobei Hindernisse wie Steine, Baumstämme oder auch einmal ein Auto überwunden werden müssen.

    Auch im Trial-Sport erfolgreich

    Celine tat dies so erfolgreich, dass sie zwei Mal Hessisch-Thüringischer Meisterin wurde. Zum Rallyesport kam sie durch die Teilnahme an der „ADAC Opel Rallye Academy“, einer Art Talent-Scouting für Fahrer und Beifahrer. Sie erreichte das Halbfinale und kam. Nicht nur bei dem Rennen zur WM, sondern in diesem Jahr auch bei zwei Läufen zur Deutschen Meisterschaft.

    Eigenes Rallyeauto

    Zusammen mit ihrem Lebenspartner Tobias Fritz besitzt Celine ein eigenes Rallyeauto – einen Suzuki Swift Sport. Damit sind die bei lokalen Rallyes am Start. „In Zukunft könnte ich mir vorstellen, auch mal eine kleine Veranstaltung selber zu fahren.“

    Dem Sport wird sie weiterhin treu bleiben. Durch die Teilnahme an der WM wurden größere Wünsche geweckt. Die großen Rallyes, die über mehrere Tage verlaufen, machen Celine besonders viel Spaß und sie lernt stets etwas dazu. Egal – ob es Läufe für die DM werden oder auch im Ausland. 

    Das Rennen der Rallye Zentraleuropa wird im nächsten Jahr zwar erneut ausgetragen, aber nicht mehr als WM-Lauf. Ob und wie der zukünftige Lauf in Deutschland aussehen wird, wird derzeit noch geklärt.

     

     

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