
Erinnern, Gedenken und Bewahren sind keine Aufgaben, die allein der Vergangenheit gelten. Sie sind eine gesellschaftliche Verpflichtung für Gegenwart und Zukunft. Gerade die Bewahrung jüdischen Kulturerbes, die Erinnerung an die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung und die Vermittlung ihrer Lebensgeschichten tragen dazu bei, Geschichte verständlich zu machen, Verantwortung zu übernehmen und demokratische Werte zu stärken.
Für Worms besitzt diese Aufgabe eine besondere Bedeutung. Jüdisches Leben hat die Geschichte der Stadt geprägt. Mit den SchUM-Stätten bewahrt Worms ein herausragendes Zeugnis jüdischer Kultur. Zugleich gehört auch die Erinnerung an Verfolgung und Ermordung der Wormser Jüdinnen und Juden untrennbar zur Stadtgeschichte.
Vor diesem Hintergrund lädt der Kiwanis-Club Worms zu „Musik gegen das Vergessen“ ein am Freitag, dem 30. Oktober, um 19 Uhr im Konzertsaal der Lucie-Kölsch-Musikschule, Valckenbergstraße 18, 67547 Worms.
Im Mittelpunkt des Konzerts stehen Werke von jüdischen Komponistinnen und Komponisten, deren Lebenswege und künstlerische Arbeit durch nationalsozialistische Verfolgung gewaltsam unterbrochen wurden. Ihre Musik macht Stimmen wieder hörbar, die durch Vertreibung und Ermordung zum Schweigen gebracht werden sollten.
Im Rahmen des Abends wird um Spenden gebeten. Die Spendenerlöse werden für die Einrichtung einer Gedenkstätte an verfolgte und ermordete Jüdinnen und Juden eingesetzt. Anmeldung bitte per E-Mail an um@kiwanis-worms.de