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    KIWANIS-PREIS: Musikalische Talente bereichern die Gemeinschaft / Preisträger musizierten in der Lucie-Kölsch-Musikschule

    Mut, Freude und Übungsfleiß

    Musikerinnen und Musiker aus neun Ensembles, Dr. Angela Scheugenpflug (links), Präsidentin Kiwanis-Club Worms, Musikschulleiter Wolfgang Neidhöfer (hinten).
    Foto: Kiwanis-Club Worms

    Bereits zum zehnten Mal fand am vergangenen Samstag der Kiwanis-Preis, der Förderpreiswettbewerb für die Lucie-Kölsch-Musikschule der Stadt Worms, statt. Vormittags stellten sich 22 junge Musikerinnen und Musiker in neun Ensembles dem Urteil der Jury. Am Abend präsentierten die Teilnehmer Auszüge aus ihrem Wettbewerbsprogramm, bevor sie von Dr. Angela Scheugenpflug, der Präsidentin des Kiwanis-Clubs Worms, und Musikschulleiter Wolfgang Neidhöfer ihre Urkunden und Geldpreise erhielten.

    Talente einbringen

    In ihrem Grußwort erinnerte Dr. Angela Scheugenpflug an die Bedeutung des Namens „Kiwanis“ und betonte, dass jeder Mensch Talente besitzt und die Gesellschaft davon lebt, wenn diese Talente lebendig eingebracht werden. Mit Blick auf die jungen Musikerinnen und Musiker hob sie besonders Mut, Freude und Disziplin hervor, die sich in ihrem Auftritt widerspiegelten, und dankte Eltern wie Lehrkräften für deren wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen.

    Musikalisch vielseitiges Programm

    Im Saal der Musikschule präsentierten sich Ensembles aus verschiedenen Altersgruppen mit einem abwechslungsreichen Programm, das von barocken Menuetten bis zu moderner Percussion reichte. Gleich zu Beginn begeisterten Alba und Kasimir Orth am Schlagzeug mit Jürgen Nießners „Warum wegwerfen, wenn es noch klingt?“, bei dem Alltagsgegenstände wie Abflussrohr, Pappkarton und Dosen zu ungewöhnlichen Klangkörpern wurden. Für frischen Streicherklang sorgten unter anderem Elisabeth Hägele und Merit Engelke an der Violine, die unter anderem „Polka“ von Mary Cohen und das englische Duett „The Ghost of Tom“ präsentierten. Ebenfalls im Wettbewerb erfolgreich, beim Konzert jedoch verhindert, waren die Brüder Felix (Klavier) und Emil Fröse (Violoncello) mit Werken von Gretchaninow, Paganini und Gossec.

    Jazzige Farben

    Im weiteren Verlauf des Konzerts spannten die jungen Musikerinnen und Musiker einen großen stilistischen Bogen. Melissa Cankardas und Magdalena Alp (Violine) brachten mit „Dance, Pig, Dance!“ von Alexey Igudesman virtuosen Witz auf die Bühne, während das Violoncello-Trio mit Samija und Sara Crnalic sowie Malin Herrmann in „Morning Blues“ von Gabriel Koeppen einen klangvollen Ausflug in jazzige Farben wagte. Kammermusikalische Feinarbeit zeigte sich auch in der Besetzung mit Sara Luisa Richter und Barbara Schütte (Violine), Samija Crnalic (Violoncello) und Melissa Cankardas (Klavier), die den ersten Satz aus Joseph Haydns Concertino C-Dur vortrugen.

    Ausgereiftes Zusammenspiel

    In den höheren Altersgruppen beeindruckten vor allem die Streicherensembles mit ausgereiftem Zusammenspiel. Sarah Obermüller, Marlen Graf und Christopher Büschel (Violine) musizierten ein Trio von James Hook und wurden von der Jury mit 25 Punkten und einem 1. Preis bedacht. Ebenfalls 25 Punkte und einen 1. Preis erhielten Alma Wiggermann und Lilli Krassnitzer für ihre Darbietung zweier Sätze aus Reinhold Gliéres Geigenduos. Den musikalischen Höhepunkt bildeten Kenta Nishino und Judith Schweizer (Violine) mit der Sonate für zwei Violinen von Eugène-Auguste Ysaÿe, mit der sie höchste kammermusikalische Ansprüche erfüllten und dafür 25 Punkte, einen 1. Preis mit Auszeichnung und großen Applaus des Publikums erhielten.

    Geselliger Ausklang

    Die Jury mit Dr. Angela Scheugenpflug, Karin Schön und Stefan Merkelbach würdigte das durchweg hohe Niveau aller Teilnehmenden. Insgesamt wurden zahlreiche 1. Preise sowie ein 2. Preis vergeben; die Spanne reichte von den jüngsten Ensembles in Altersgruppe Ib bis hin zu anspruchsvoller Kammermusik in Altersgruppe V. Im Anschluss an die Bekanntgabe der Ergebnisse und die Preisverleihung lud der Kiwanis-Club zu einem Umtrunk ein – ein geselliger Ausklang eines Wettbewerbstages, an dem hörbar wurde, wie sehr musikalische Talente eine Gemeinschaft bereichern.

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