
Das um 1200 niedergeschriebene Nibelungenlied gilt als das bedeutendste Heldenepos der mittelhochdeutschen Literatur. Im Juli 2009 wurde es in das Memory of the World Register der UNESCO aufgenommen. Zahlreiche Szenen des Epos sind in und um Worms angesiedelt; zudem bestehen vielfältige Bezüge zu historischen Personen, Ereignissen und auch zur Wormser Stadtgeschichte. Seit der Schließung des Nibelungenmuseums im April 2024 plant das Museum der Stadt Worms im Andreasstift die schrittweise Integration der Nibelungen-Thematik in sein künftiges Ausstellungs- und Vermittlungskonzept.
Mit dem Nibelungen-Kino gibt es im Museum Andreasstift seit kurzem einen neuen Präsentations- und Vermittlungsraum zum Nibelungenlied. Dieser lädt die Besucherinnen und Besucher zum Schauen, Entdecken und Verweilen ein. Neben dem auf Reminiszenzen von Fritz Langs berühmtem Stummfilm basierenden Nibelungen-Zyklus werden zunächst verschiedene einführende Kurz-Filme (aus dem Bestand des ehemaligen Nibelungenmuseums) auf einem großen Bildschirm zu sehen sein. Ein neuer Film wird Dank finanzieller Förderung der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten ab Sommer die Filme aus dem Nibelungenmuseum ersetzen.
Ab Ende Juni zeigt das Museum dann in einer größeren Interimspräsentation die vielschichtige Handlung des Nibelungenlieds in Wort und Bild und offeriert Basisinformationen zum Nibelungen-Stoff. Auf die in Worms angesiedelten Liedszenen wird dabei im Besonderen eingegangen.
Der Besuch ist im regulären Museumseintritt enthalten. Mit einer Festspielkarte gibt es eine Preisermäßigung. Weitere Informationen gibt es unter www.museum-andreasstift.de
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