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  • Di., 28. Juli 2026, 10:26 Uhr
    WORMS: Fenster erhalten neue Schutzverglasung

    Noch ein Gerüst im Dom

    Sowohl die Georgskapelle als auch die St. Anna-Kapelle sollen Ende Juli oder Anfang August ein Gerüst erhalten.
    Foto: Clara Werger

    Seit mehr als zwei Jahren steht im südlichen Querhaus des Domes ein Gerüst: Es ist notwendig zur statischen Stabilisierung des Außengerüstes, das im Zuge der laufenden Außensanierung an der Fassade am Domplatz steht. Unter diesem Gerüst im Innern steht nun auch die vor wenigen Monaten in einer spektakulären Aktion abgenommene Reiterfigur der „Ecclesia“ auf dem Tetramorphen, die ursprünglich das Südportal bekrönte. Im nördlichen Seitenschiff ist außerdem das gotische Relief von der Wurzel Jesse aktuell für Sanierungsmaßnahmen eingerüstet. Und nun folgt wiederum im Innern des Domes noch ein weiteres Gerüst, wie die Domgemeinde dieser Tage mitteilt.

    Arbeiten bis Dezember

    Architekt Jürgen Hamm, der mit seinem Team die laufende Außensanierung leitet, berichtet, dass voraussichtlich Ende Juli/Anfang August auch in der Georgskapelle und in der St. Anna-Kapelle ein Gerüst errichtet werden muss. Die beiden unmittelbar an das Südportal anschließenden Seitenkapellen haben in den 80er Jahren drei Buntglasfenster des Glaskünstlers Heinz Hindorf erhalten: das Fenster von Gut und Böse, das Passionsfenster und schließlich das Geschichtsfenster. Diese sind nicht unumstritten, da Hindorf eine einschlägige Nazi-Vergangenheit aufweist.
    „Da die Schutzverglasung nach fast 40 Jahren an einigen Stellen defekt ist, erhalten die Fenster im Zuge der laufenden Sanierung der Südfassade eine neue, denkmalgerechte Schutzverglasung“, berichtet Jürgen Hamm. Dazu müssen die einzelnen Fensterelemente jeweils ausgebaut und dann zusammen mit der neuen Schutzverglasung wieder neu eingebaut werden. Diese Arbeiten werden sich voraussichtlich bis in den Dezember hinein hinziehen. 

    Südliche Seitenkapellen nicht zugänglich

    „Wir sind natürlich nicht erfreut, dass momentan so viele Gerüste im Innern des Doms das Erlebnis dieses einzigartigen Raumes einschränken“, so Propst Tobias Schäfer. Aber um den Dom auch für künftige Generationen zu erhalten, seien diese Maßnahmen leider notwendig. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Gerüste bis Weihnachten wieder abgebaut sein, ist der Propst zuversichtlich. Bis dahin aber wird es zu Einschränkungen kommen; die beiden südlichen Seitenkapellen sind in dieser Zeit nicht zugänglich.

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