
Nur wenig Bewegung gab es im Februar am Arbeitsmarkt in Worms, die Zahlen liegen weitgehend auf dem Vormonatsniveau. Die Arbeitslosenquote stieg auf 9,3 Prozent.
„Noch immer fehlt die erforderliche Dynamik“, so Susanne Decker, Geschäftsstellenleiterin der Wormser Arbeitsagentur. „Zwar konnte der deutliche Aufwärtstrend der Zahlen zunächst leicht gestoppt werden. Aber noch immer gilt: Wer jetzt arbeitslos wird, hat es – bis auf wenige Branchen – deutlich schwerer, wieder sehr zeitnah einzumünden.“ Dies gilt auch zunehmend für akademisch gebildete Kräfte; insbesondere Berufsstarterinnen und -starter müssen deutlich länger warten, bis der erste Einstieg gelingt, und ihr Anteil an allen Arbeitslosen steigt weiter.
Einen zarten Lichtblick geben die Stellenmeldungen, die im Februar gegenüber dem Jahresanfang ganz leicht zugelegt haben. Angebote kamen jedoch erneut vor allem aus dem Gesundheitswesen und dem öffentlichen Sektor. An dieser Stelle richtet die Geschäftsstellenleiterin ihren Appell an Unternehmen: „Bitte denken Sie daran, uns auch ihre Ausbildungsstellen so frühzeitig wie möglich zu melden. Ungeachtet der aktuell allgemein schwierigen Konjunkturlage ist die Gewinnung von Nachwuchskräften existenziell für die Zukunftssicherung eines Betriebes.“
Für Jugendliche, die in diesem Jahr die Schule beenden, steht demnächst der Einstieg in die Berufswelt an. Für Sie und ihre Eltern weist Decker auf das Angebot der digitalen Elternabende der Bundesagentur vom 2. bis zum 15. März hin. Bei den Informationsveranstaltungen berichten auch Auszubildende und dual Studierende der beteiligten Unternehmen aus erster Hand von ihren Erfahrungen. Sie erzählen, wie sie es geschafft haben, das Bewerbungsverfahren zu bestehen, und wie es ihnen während der Ausbildung beziehungsweise des dualen Studiums ergeht. Zudem erfährt man, wie die Ausbildung oder das duale Studium in der Praxis konkret ausgestaltet ist. Näheres unter www.arbeitsagentur.de/k/digitale-elternabende#programm
Im Februar waren in Worms bei der Dienststelle der Arbeitsagentur und dem Jobcenter insgesamt 5.164 Personen als unterbeschäftigt registriert. Das waren 35 mehr als im Vormonat und 103 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosigkeit in Worms ist im Februar 2026 gestiegen. 4.432 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 10 Personen mehr (0,2 Prozent) als im Januar und 170 Personen bzw. 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 9,3 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 9 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.636 Personen (44 Personen mehr als im Vormonat und 254 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 2.796 Arbeitslose registriert (34 Personen weniger als im Vormonat und 84 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 63 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 104 Stellen wurden im Februar neu gemeldet (7 mehr als im Vormonat, aber 27 weniger als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen Gesundheits- und Sozialwesen, Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Baugewerbe, verarbeitendes Gewerbe. Aktuell befanden sich damit 651 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
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