
Zur jüngsten Sitzung des Horchheimer Ortsbeirates hatte Ortsvorsteher Richard Grünewald einen Fachmann zum Thema Parken in Horchheims Straßen eingeladen.
Zunächst erläuterte der Abteilungsleiter der Verkehrsbehörde, Andreas Müller, wie sich mit der neuen Straßenverkehrsordnung (STVO) die Regeln zum Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer wie Kinder, Senioren oder Menschen mit Handicap verschärft hätten. So betrage die gesetzliche Mindestbreite von Gehwegen heute 2,50 m damit z.B. Menschen mit Rollatoren auch dann nicht auf die Fahrbahn ausweichen müssen, wenn noch Mülltonnen auf dem Gehweg stehen. Künftig laufe es auf eine klare Regelung mit Beschilderung und ggf. Markierung hinaus, die aber mit Augenmaß entwickelt werden soll.
Dabei soll die Kenntnis des Ortsbeirates mittels einer sogenannten Verkehrsschau berücksichtigt werden; eine Infoveranstaltung ist vor Inkrafttreten geplant. Erfreut zeigte sich das Gremium, dass die Verkehrsbehörde hierzu den Dialog suche. Edith Brodhäcker (SPD) und Dennis Kulzer (www) mahnten die entstehenden Kosten an, wie der Ortsvorsteher per Pressemitteilung informiert.
Alle anwesenden Ortsbeiratsmitglieder begrüßten den Baubeginn des Eisbachtalradweges, dessen erster Teil von Worms ins Gewerbegebiet Südwest bereits fertiggestellt ist. Kritisch diskutiert wurden jüngste Behauptungen einer Bürgerinitiative (BI). Alle Diskussionsbeiträge hoben die prinzipielle Berechtigung einer BI hervor, grenzten sich jedoch gegen unzutreffende Behauptungen ab – wie jene, es habe zuvor keine öffentliche Debatte gegeben.
Monika Stellmann (CDU) verwies auf die Beschlüsse der Ortsbeirates, der den Ausbau mehrfach gefordert hatte. In acht Jahren waren nicht nur eine Vielzahl gewählter Gremien befasst, sondern 2023 auch gleich drei Veranstaltungen durchgeführt worden, um Bürgerinnen und Bürger zu beteiligen, wie wiederum Grünewald zusammenfasste.
Der Anna-Günther-Saal des Horchheimer Bürgerhauses kann für Vereinstermine ebenso wie für private Veranstaltungen seit einigen Monaten unter www.worms-horchheim.de reserviert werden. Dadurch, so berichtete Ortsvorsteher Grünewald, sei die Nachfrage erheblich gestiegen. Damit bevorzugt Personen aus Horchheim den Saal nutzen können, wurden die Konditionen angepasst, was vorab die Zustimmung der Ratsmitglieder fand.
Bestattungen unter Rebstöcken hatte ein Prüfantrag der CDU zum Thema: Im Zuge der bereits geplanten Entwicklung von Friedwiesen auf den Wormser Friedhöfen, könnte dies eine für den Horchheimer Friedhof passende Variante sein, denn dieser liege in den Weinbergen. „Die breite Zustimmung im Ortsbeirat zeigt, dass wir mit diesem Vorschlag den Nerv der Menschen getroffen haben“, betonte der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Lukas Karlin in einer Pressemitteilung der Partei.
Weiter regten die Christdemokraten an, den verbotenen Autoverkehr auf dem Wirtschaftsweg zwischen Postweg und Bahnhofstraße zu unterbinden. Der Ortsvorsteher schlug erfolgreich vor, dies gemeinsam mit der Verkehrsbehörde zu beraten.
Ein Dreck-Weg-Tag soll 2026 gemeinsam mit dem Entsorgungsbetrieb durchgeführt werden. Als möglicher Termin wurde der 7. März vereinbart. Für Mittwoch, dem 5. November, sind um 19.30 Uhr alle Vereine zu einer Absprache der für 2026 geplanten Veranstaltungen ins Bürgerhaus eingeladen.
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