Thomas Goller ist neuer Bürgermeisterschaftskandidat und möchte Nachfolger von Wolfgang Itzerodt werden
Osthofener SPD mit Paukenschlag
Der Osthofener Bürgermeister Wolfgang Itzerodt (SPD) möchte das „Staffelholz” an seinen jungen Kollegen Thomas Goller (rechts) weiterreichen. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Am Montagabend lüfteten die Genossen in Osthofen das Geheimnis, wer für als Bürgermeisterschaftskandidat in die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 gehen wird. Und es war ein Paukenschlag. Denn die SPD präsentierte mit dem 32-Jährigen Thomas Goller einen jungen Mann, den kaum jemand auf der Rechnung hatte. Viele gingen davon aus, dass Wolfgang Itzerodt, der erst vor rund einem Jahr zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt wurde, noch einmal antreten würde. Doch Wolfgang Itzerodt erklärte im Rahmen eines Pressegespräches am Montagabend, dass er bei seiner Amtseinführung im Frühjahr 2013 erklärt habe, er werde nur für dieses eine Jahr zur Verfügung stehen. Zu dieser Aussage stehe er konsequent und wolle nun den Generationswechsel. Es sei an der Zeit, jüngeren Menschen die Verantwortung zu übertragen, um einer Überalterung in Partei und Politik entgegenzusteuern.
Thomas Goller ist ein politischer Senkrechtstarter, der erst im letzten Jahr in die SPD eintrat. Doch ist er vielen Osthofener Bürgern bereits seit längerer Zeit durch seine zahlreichen Aktivitäten in der Wein- und Sektstadt bekannt. So ist er 1. Vorsitzender des Kulturnetzwerkes Osthofen, Mitglied im Gästeführerteam, war bei Restaurierung des Leckzapfens aktiv und hat zahlreiche Lesungen und Kulturveranstaltungen initiiert und durchgeführt.
Thomas Goller ist verheiratet und hat eine Tochter. Von Beruf ist er Lehrer für Deutsch und Geschichte an der Gesamtschule in Wörrstadt. Seine wichtigsten politischen Ziele für Osthofen sind die Förderung von Wirtschaft und Tourismus. Auf der Agenda ganz oben steht natürlich auch die Umwandlung und Nutzung des Schill-Geländes.
Die SPD-Liste zur Stadtratswahl beinhaltet 24 Kandidaten, von denen nur sieben altgediente Ratsmitglieder sind, alle anderen sind neu. Die Liste ist stark verjüngt und auf ihr sind vier Frauen, die alle auf den vorderen Plätzen stehen. Außerdem fanden vier Bürger mit Mitgrationshintergrund Berücksichtigung. Dies ist ein Kandidat mit türkischen und drei mit russischen Wurzeln.