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  • Mi., 14. Januar 2026, 09:53 Uhr
    STELLENPLAN 2026: Weitere Investitionen für Bildung und Betreuung, Sicherheit und Krisenresilienz

    Rathaus stärkt Kernaufgaben

    Von Florian Helfert › Wie Oberbürgermeister Adolf Kessel bereits in der letzten Sitzung des Stadtrates im Vorjahr in seiner Haushaltsrede mitgeteilt hat, wird die Stadt Worms ihren vom Stadtrat beschlossenen Stellenplan 2026 um rund 44 Stellen ausweiten. Diese Zunahme ist fast vollständig den Pflichtaufgaben und strukturellen Anpassungen geschuldet.

    Alleine 31 neue Stellen sind für Bildungs- und Betreuungsaufgaben notwendig – insbesondere durch den Betrieb neuer Kindertagesstätten sowie durch die Umsetzung des Ganztagsförderungsgesetzes. 

    Mehr Berufsfeuerwehr

    Weitere sieben Stellen werden für die Berufsfeuerwehr geschaffen, um den Feuerwehrbedarfsplan umzusetzen und die Einsatzverfügbarkeit rund um die Uhr sicherzustellen. „Zudem bauen wir den Zivil- und Katastrophenschutz aus – mit zwei neuen Stellen – die Strukturen für Krisen- und Alarmplanung schaffen“, so Kessel. Eine davon stärke die zivile Alarmplanung bei der Feuerwehr, die zweite den Bereich Verwaltungs- und Krisenresilienz. Sie solle sicherstellen, dass die Stadtverwaltung auch im Krisen- oder Katastrophenfall handlungsfähig bleibe – also z.B. bei Stromausfällen, IT-Störungen oder Evakuierungslagen.

    „Wir tun dies, um den wachsenden Anforderungen bei Sicherheit und Gefahrenabwehr gerecht zu werden und schließen damit eine wichtige Lücke, die bundesweit viele Kommunen erst jetzt aktiv angehen“, sagte das Stadtoberhaupt.

    Auch im Bereich Personal und Organisation sieht der Stellenplan gezielte Erweiterungen vor: Eine neue Stelle in der Organisationsberatung wird die Haushaltskonsolidierung durch Prozessoptimierungen unterstützen. Zudem sorgt eine Fachadministration für das neue integrierte Personalmanagementsystem für eine effiziente digitale Personalsteuerung, während eine halbe Stelle in der Ausbildungskoordination unsere strategische Nachwuchsgewinnung stärkt.

    „Wer qualifizierte Fachkräfte gewinnen und langfristig binden möchte, muss attraktive, gut ausgestattete und verlässliche Arbeitsplätze bieten. Nur so können wir uns im Wettbewerb mit anderen Kommunen behaupten“, erläuterte der OB im Ratssaal. Wenn die Verwaltung handlungsfähig bleiben wolle, seien engagierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das wichtigste Kapital – und damit unverzichtbar.

    Aufgaben wachsen

    Oft entstünde der Eindruck, die Verwaltung sei „zu groß geworden“. Doch ein genauerer Blick zeige ein anderes Bild, befand Kessel abschließend wie folgt: „Die Aufgaben wachsen, die Prozesse werden komplexer, und die Anforderungen an uns steigen kontinuierlich. Von Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung über Fachkräftesicherung bis hin zu Gefahrenabwehr, sozialer Unterstützung und Krisenbewältigung.“ 

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