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  • Do., 10. Juli 2025, 11:47 Uhr
    UNESCO-Welterbe: „SchUM-Artist in Residence“ startet 2026 in dritte Runde / Bis Ende September 2025 können sich Kunstschaffende bewerben

    Reiches Erbe reflektieren und neu interpretieren

    SchUM-Artist in Residence Workshop mit dem Fotograf und Judaist Bence Illyés und der Designerin Judit Borsi im Speyerer Judenhof 2024.
    Foto: SchUM-Städte e.V./Bence Illyés

    Nach dem erfolgreichen Auftakt 2022 und der Fortsetzung 2024 schreiben die SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz nun zum dritten Mal das internationale Künstlerresidenzprogramm „SchUM-Artist in Residence“ aus. 

    Bis zum 30. September 2025 sind Kunstschaffende weltweit eingeladen, sich intensiv mit den historischen und kulturellen Aspekten der SchUM-Stätten auseinanderzusetzen und innovative Werke zeitgenössischer Kunst zu schaffen, die das reiche Erbe dieser Orte reflektieren und neu interpretieren. 

    Erstes jüdisches UNESCO-Welterbe Deutschlands

    Die jüdischen Gemeinden von Speyer, Worms und Mainz schlossen sich bereits im frühen Mittelalter zum sogenannten SchUM-Bund zusammen – benannt nach den Anfangsbuchstaben ihrer mittelalterlichen hebräischen Städtenamen: Schpira (Speyer), Warmaisa (Worms) und Magenza (Mainz). Dieser historische Zusammenschluss gilt als Wiege des aschkenasischen Judentums – jener jüdischen Kultur, die Nord-, Mittel- und Osteuropa prägte. Die hier in SchUM entstandene Architektur, Kultur, Bildung, Liturgie und Rechtsprechung sind bis heute wirksam in der jüdischen Welt.

    Beeindruckende Bauten wie Synagogen, Ritualbäder (Mikwen), Lehrhäuser (Jeschiwot) und die Friedhöfe in Worms und Mainz zählen zu den ältesten ihrer Art in Europa und zu den ältesten Zeugnissen jüdischer Geschichte in Deutschland. Seit 2021 sind die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz UNESCO-Weltkulturerbe und bilden somit das erste jüdische Welterbe in Deutschland.

    Ausschreibung 2025

    Bis zum 30. September 2025 können sich internationale Kunstschaffende für das dritte Projektstipendium im Programm bewerben. Die Residenz findet im Zeitraum von Mitte April bis Mitte Mai 2026 statt und dauert vier bis sechs Wochen. Ob Malerei, Fotografie oder Film, Architektur oder Design, Typografie oder Goldschmiedekunst, Musik, Literatur oder Theater – in den SchUM-Städten Speyer, Worms und Mainz sind alle künstlerischen Ausdrucksformen willkommen. 

    Das Stipendium umfasst eine mietfreie, möblierte Wohnung, einen Atelier- bzw. Arbeitsraum, die Übernahme der Reisekosten sowie zusätzliche Projektzuschüsse.

    Ein wesentliches Ziel des Residenzprogramms ist es, das reiche jüdische Erbe der SchUM-Stätten durch zeitgenössische Kunst lebendig zu halten und einem breiten Publikum, darunter auch Kindern und Jugendlichen, durch öffentliche Veranstaltungen zugänglich zu machen. Die Ausschreibung ist international und kultur- und religionsübergreifend.

    Kontakt und Information

    Die künstlerische Leitung des Programms übernimmt in diesem Jahr Johanna Weiß. Über die Vergabe der Stipendien entscheidet im November 2025 ein international besetztes Fachgremium aus verschiedenen künstlerischen Disziplinen. Die vollständigen Bewerbungen müssen bis zum 30. September 2025 per E-Mail vorliegen.

    Bewerbungen und Rückfragen an: Johanna Weiß, künstlerische Leitung SchUM-Artist in Residence, E-Mail johanna.weiss@schumstaedte.de Weitere Informationen auch unter https://schumstaedte.de

     

     

     

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