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  • Mo., 14. September 2026, 11:22 Uhr
    OB-WAHL: Stephanie Lohr (CDU) und Timo Horst (SPD) gehen am 27. September in die Stichwahl

    Rennen um das Rathaus bleibt offen

    Von Florian Helfert › Die Würfel sind noch nicht gefallen, denn die Oberbürgermeisterwahl in Worms wird erst in der Stichwahl zwischen den beiden kommunalpolitischen Schwergewichten Stephanie Lohr (CDU) und Timo Horst (SPD) entschieden werden. Nach Auszählung aller Wahlbezirke konnte keine Kandidatin und kein Kandidat unter den vier Bewerbern mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen auf sich vereinen.

    Stephanie Lohr, amtierende Bürgermeisterin der Stadt Worms, erhielt gemäß dem vorläufigen Wahlergebnis insgesamt 12.259 Stimmen, was einem Anteil von 44,1 Prozent der Stimmen enstpricht. 

    Timo Horst, amtierender Stadtentwicklungsdezernent der Stadt Worms, kam in Summe auf 11.242 Stimmen bzw. 40,5 Prozent.  Die weiteren Bewerber erzielten folgende Ergebnisse: Frank Senger (AfD): 13,1 Prozent und Ali Kesler (FDP) 2,2 Prozent. 

    Die Wahlbeteiligung unter den 63.386 Wahlberechtigten betrug 44,1 Prozent; vor acht Jahren lag sie mit 45,6 Prozent nur geringfügig um 1,5 Prozentpunkte höher. Von 27.957 am diesjährigen Wahlsonntag abgegebenen Stimmen waren 99,3 Prozent gültig und 0,7 Prozent ungültig.

    Aus den Pressemitteilungen der vier Kandidaten/Parteien:

    Foto: Kati Nowicki

    Stephanie Lohr (CDU)
    Als Stephanie Lohr am Sonntagabend in die Elefantenhöfe kommt, steht das Ergebnis gerade erst fest. Der Hof ist voll. Jubel setzt ein, als die Bürgermeisterin zu den wartenden Unterstützerinnen und Unterstützern tritt. „Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis und bin dankbar für das Vertrauen, das mir so viele Wormserinnen und Wormser geschenkt haben“, sagt Lohr. „Aber wir haben noch nicht gewonnen. Die Stichwahl setzt alles wieder auf null. Deshalb werden wir in den kommenden zwei Wochen noch einmal alles geben und um jede Stimme und um Vertrauen werben.“ Dass ihre Kandidatur auch von Menschen unterstützt werde, die keiner Partei angehörten oder der Union nicht nahestünden, bedeute ihr viel.

     

    Foto: Johannes Schembs

    Timo Horst (SPD)
    Die SPD Worms blickt mit Zufriedenheit auf die Oberbürgermeisterwahl am vergangenen Sonntag. Timo Horst hat 40 Prozent der Stimmen erreicht und damit den Einzug in die Stichwahl geschafft. Für die SPD ist das nach eigenen Angaben eine starke Ausgangslage. „Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen und die Stimmen, die mir die Wormserinnen und Wormser im ersten Wahlgang gegeben haben“, sagt SPD-Kandidat Timo Horst. „40 Prozent sind ein starkes Ergebnis und eine gute Ausgangslage. Aber entschieden ist noch nichts. Deshalb werde ich in den kommenden zwei Wochen weiter mit voller Kraft für meine Vorstellungen für die Zukunft unserer Stadt werben und viele Gespräche mit den Menschen in Worms führen.“ 

    Foto: AfD Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz

     

    Frank Senger (AfD)
    Der Oberbürgermeister-Kandidat der AfD Worms, Frank Senger, äußert sich ebenfalls über eine Pressemitteilung über den Wahlausgang: „Mein Wahlergebnis ist respektabel, dennoch bin ich enttäuscht. Ich danke allen Wormsern, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Als Kandidat von außerhalb bedeutet mir diese Unterstützung in Worms viel. Es zeigt, dass es nicht nur mir, sondern auch vielen Wormsern wichtig es ist, mit einem AfD-Wahlkreisbüro weiterhin präsent zu sein. Wir haben einen engagierten Wahlkampf geführt, sind mit vielen Bürgern ins Gespräch gekommen und haben neue Mitglieder gewonnen. Ich danke meinem Team für seinen Einsatz. Darauf bauen wir auf.“ 

     

    Foto: FDP Kreisverband Worms

    Ali Kesler (FDP)
    Ali Kesler von der FDP ist enttäuscht: „Natürlich habe ich mir ein anderes Ergebnis als 2,2 Prozent erhofft. Ich bin mit großen Zielen und viel Herzblut angetreten, weil Worms meine Heimat ist.“ Trotzdem respektiere er die Entscheidung der Wormserinnen und Wormser. Hinter jeder einzelnen Stimme stehe ein Mensch, der ihm Vertrauen geschenkt habe – dafür sei er dankbar. „Der Wahlkampf hat mir viele wertvolle Begegnungen ermöglicht. Ich bleibe ansprechbar und werde mich weiterhin einbringen. Worms ist und bleibt meine Heimat. Für diese Stadt und ihre Menschen werde ich mich auch künftig mit Überzeugung engagieren“, zieht der OB-Kandidat Kraft und Motivation aus dem geführten Wahlkampf.

    Die entscheidende Stichwahl zwischen Stephanie Lohr und Timo Horst findet am Sonntag, dem 27. September, statt. Weitere Informationen der Stadt Worms zur Stichwahl unter www.worms.de

     

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