Fr., 16. Mai 2014, 10:57 Uhr
Notfahrplan für die Bauzeit vom 26. Juli bis 8. September
„S - Bahn – Ausbau im Bahnhof Osthofen noch 2014 fertig“
Die Bauarbeiten für den S-Bahn-Ausbau Mannheim - Mainz haben im Bereich Bahnhof Osthofen begonnen. Um über die Planungen und den Zeitablauf während der Bauarbeiten zu informieren, hatte die SPD-Fraktion zu einem Bürgergespräch eingeladen.
Während der Diskussion konnten die DB-Vertreter noch zahlreiche Anregungen in ihre Pläne aus der Bürgerschaft aufnehmen.
SPD-Fraktionsvorsitzende Anke Knorpp begrüßte Verantwortliche der DB-Projektbau als kompetente Informanten ,sowie Bürgermeister Itzrodt.
Iris Hannappel, Leiterin des Gesamtprojekts S -Bahn-Ausbau Mainz - Mannheim, berichtete, dass man voll im Zeitplan des 53-Millionen-Euro-Projektes liege und dass die Gesamtmaßnahme Ende 2015 abgeschlossen sein soll. Die Bauarbeiten im Bahnhof Osthofen sollen bis Ende 2014 fertig sein.
Die Verantwortlichen für die Bauarbeiten im Bereich Osthofen Iris Schmidt und Ralf Dopf erläuterten die Planungen. „ Nachdem der Notbahnsteig funktionsfähig ist, haben die Bauarbeiten am Mittelbahnsteig begonnen. Die Hauptarbeitszeit wird aber während der Sommerferien sein.“ so Iris Schmitt
Busse und Notfahrplan während der Sommerferien
In der Zeit vom Samstag, dem 26. Juli, bis Montag, dem 8.September, werde es nur ein eingeschränktes Zugangebot für Pendler und Schüler geben. Die Bahnkunden müssen in dieser Zeit die Busse des Schienenersatzverkehrs nach Worms oder nach Mettenheim nehmen.
„In dieser Zeit sind sowohl Bahnsteig 1 sowie der Mittelbahnsteig und die Personenunterführung zu Gleis 2 und 3 gesperrt,“ führte die Projektleiterin aus.
Die Bahnsteige werden S-Bahn gerecht auf die Länge von 210 Metern und auf die Höhe von 76 Zentimeter ausgebaut. Außerdem werden zwei Aufzüge eingebaut und ein Behindertenleitsystem geschaffen. Darüber hinaus wird das elektronische Informationssystem für die Bahnnutzer kundenfreundlicher gestaltet. Weiterhin werden die Bahnsteigdächer und die Treppen angepasst und die Beleuchtung erneuert.
„Während der Hauptbauzeit in den Sommerferien wird es einen Ersatzfahrplan für Pendler und Schüler geben, weil ausschließlich der Notbahnsteig nutzbar ist,“ so Iris Hannappel.
Das hat zur Folge, dass nur am morgens nur zehn Züge in Richtung Mainz fahren, und zwar zwischen 5.25 Uhr und 8.30 Uhr und am Abend zwischen 16.31Uhr und 20 Uhr aus Mainz in Richtung Worms.
Zu den übrigen Tageszeiten und am Wochenende werden Ersatzbusse vom Busbahnhof auf der westlichen Bahnhofsseite verkehren.
Wie Projektmanagerin Hannappel herausstellte, könne es in der Hauptbauzeit im August auch zu Lärmbelästigungen kommen „immer dann, wenn Rammarbeiten durchgeführt werden müssen.“
Sie nahm die Anregung auf, dass vor solchen Großarbeitseinsätzen die Bevölkerung über die örtlichen Medien und die direkten Anlieger über Flugblätter informiert werden sollen.
Ebenso nahmen die DB-Vertreter die Forderung des Osthofener Behindertenbeauftragten Walter Hangen auf, während der Bauzeit auf der Ostseite des Notbahnsteiges vorübergehend Behindertenparkplätze einzurichten.
Ebenso wollen sich die DB-Verantwortlichen bei der zuständigen Stelle der Bahnstark machen, am Eingang zum Notbahnsteig einen weiteren Fahrkartenautomaten aufstellen zu lassen, weil der einzige Automat vor der Infothek schwer erreichbar ist.
Vom Montag, dem 8.September, bis Montag, dem 20.Oktober, wird dann der Bahnsteig 1 S-Bahn-gerecht umgebaut. In dieser Zeit sind die Züge in Richtung Worms nur über den Zugang „Infothek“ auf der Nordseite des Bahnhofs erreichbar. Das gilt auch für die dann wieder nutzbaren Gleise 2 und 3 durch die Unterführung.
Osthofener Kommunalpolitiker legten großen Wert darauf, dass der Bahnhof von dem östlich gelegenen Stadtbereich direkt , sicher und bequem erreichbar sein muss, „weil hier die Hälfte der Osthofener Bevölkerung wohnt,“ so SPD-Kreistagsmitglied Klaus Hagemann. „Kreis und Stadt investieren in den S-Bahn-Ausbau Millionen Euro kommunales Geld. Deshalb erwarten wir, dass sich der Bau der Rampe und der Brücke über den Seebach sofort an den Umbau der Gleisanlagen anschließen muss und durch Bundesmittel finanziert werden.“
Gesamtprojektleiterin Hannappel versicherte, dass die Genehmigungs- und Finanzierungsanträge beim Eisenbahnbundesamt (EBA) bereits seit längerem und „ich rechne fest mit einem positiven Bescheid in vier bis fünf Wochen. Erst danach kann der nächste Bauabschnitt mit dem Bau der Rampe Richtung Osten beginnen.“