Brandschutzbestimmungen nicht erfüllt? Carl-Schill-Halle für Veranstaltungen gesperrt / Nur Sportbetrieb weiter genehmigt
Schock für die TG Osthofen und den CCO
Ab sofort für Veranstaltungen gesperrt: die Carl-Schill-Halle in Osthofen. Foto: Mirco Metzler/Die Knipser
„Wir haben alle Veranstaltungen, die außerhalb des Sportbetriebes liegen, abgesagt, bzw. sind dabei, unter anderem für unsere Theatervorführung eine neue Location zu finden“, so Gabi Naumann, die 1. Vorsitzende der TGO. „Wir stehen schon in Kontakt mit ortsansässigen Gastronomen. Die Sicherheit unserer Gäste ist uns am Wichtigsten, deswegen haben wir von Seiten des TGO diese Entscheidung getroffen“, so Gabi Naumann weiter.
Über die Gründe, die zum Entschluss führten, kann nur spekuliert werden. Derzeit finden in der Halle Umbaumaßnahmen im Sanitärbereich statt. Es ist anzunehmen, dass die Brandschutzanforderungen den gültigen Bestimmungen nicht entsprechen und der Verein jegliches Haftungsrisiko bei Veranstaltungen ausschließen möchte. Aus gut unterrichteten Kreisen wurde kolportiert, dass seitens der Behörde keine Genehmigung zur Durchführung größerer Events erteilt werden würde.
Aber auch der Carneval Club Osthofen ist betroffen. Der gemeinsam mit der TGO geplante 2. Silvesterball muss abgesagt werden. Und der CCO braucht ganz dringend eine neue Location für seine Fastnachtssitzungen und die Kindersitzung. Der 1. Vorsitzende des CCO, Andreas Pinger-Steigner: „Jetzt ist der Vorstand des CCO gefragt, wir müssen jetzt eine Alternative suchen, da die Vorbereitungen für die neue Kampagne bereits auf Hochtouren laufen und auch bereits finanzielle Mittel aufgewendet wurden. Die Orden sind bestellt, Plakate gedruckt und, und und…“.
Lösungen finden
Gabi Naumann hatte den ersten Vorsitzenden des CCO sofort über die Lage informiert, damit der Carneval Verein keine Zeit verliert. „Die gute Zusammenarbeit zwischen TGO und CCO wird darunter mit Sicherheit nicht leiden, im Gegenteil, jetzt muss zusammengehalten werden.” Stadtbürgermeister Thomas Goller hat gegenüber Gabi Naumann bereits signalisiert, dass er helfen wird, wo er kann. Jetzt gilt für beide Vereine: Ärmel hochkrempeln und Lösungen finden.