
Von Rudolf Uhrig › Eine große Goldexpedition ist gar nicht so einfach. Wer sich dazu entschließt, begibt sich auf eine hochemotionale Reise, gepaart aus einer Mischung von grenzenlosem Optimismus, Abenteuerlust, Mut, Geschick und guter Vorbereitung. Zum „tierisch-wilden Westen“ mit insgesamt sechs Entdeckerstationen hatte am Sonntag der Tiergarten Worms eingeladen. Und natürlich zum „Goldschürfen“.
Ohne Pferd auf die große Expedition zum Klondike aufbrechen – unmöglich. Dazu bastelten sich die Kids in der recht angenehm gekühlten Tiergartenschule mithilfe von Schablonen zuallererst besagten Begleiter. Es konnte also losgehen! Die zweite Station des Parcours, Hufeisenwerfen, erforderte noch größeres Geschick. Ziel des Spiels war es, durch präzise Würfe das Hufeisen möglichst nahe an einem Metallstab zu platzieren.
Beim Bogensportclub Worms-Pfeddersheim e.V. erfuhren Expeditionsteilnehmer von Marius und Heiko mehr über den Sport, aber auch über den Bogen selbst. Mittelstück, Wurfarm, Sehne, Pfeilauflage, das Visier. Aber klar, das Schönste daran: Jeder, der wollte, durfte auf eine große Zielscheibe schießen. Und das gelang den jungen Abenteurern oft recht gut.
Das Reptilium, einige Meter weiter, hatte sich eben wegen der ähnlichen Temperaturen, nach „draußen“ verzogen. Warum also nicht mal eine Bartagame, eine Echse aus der australischen Savanne, näheransehen? Mal eine kurze Berührung, aber mehr nicht, denn das löst bei den tagaktiven Kerlchen richtig Stress aus.
Zusätzlich erwartete alle Besucher ein buntes Programm, so z.B. der Auftritt der Osthofener Tanzschule Mademoiselle. Ganz besonders aber gefielen das Puppenspiel und der Zauberclown Tricksi. Eigens dazu hatte man eine Bühne aufgebaut.
Das Team um Geschäftsführerin Lisa Hauk und Betriebsleiter Marco Mitzinger hatte sich also einiges einfallen lassen. Beide waren auch tatkräftig mit ihren Helferinnen und Helfern vor Ort. Sie halfen, wo es nötig war, und gaben jedem Besucher gerne Auskunft, denn der Tiergarten feierte nicht nur Sommerfest, sondern hatte auch den ganz normalen sonntäglichen Regelbetrieb zu absolvieren.
„Dass es eine Hitzeschlacht werden würde, war uns schon klar“, sagt Nina Hochstrasser, die Pressesprecherin. „Natürlich hatten wir überlegt, abzusagen, aber schlussendlich sollte und konnte ja jede Familie selbst entscheiden, ob sie kommt oder nicht.“ „Und das war auch gut so“, meint auch Lisa Hauk, die eben auf den regen Besuch am Morgen hinwies. „Zudem“, sagt Nina Hochstrasser, „haben wir so viele Wassersprinkler und Regenduschen eingebaut, wie es ging. Die kamen nicht nur bei unserem jugendlichen Publikum gut an“, wie sie beobachtete.
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