Bahnhöfe gelten als die Kathedralen der Neuzeit. Mit der Hochindustrialisierung in Deutschland gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden in jeder größeren Stadt repräsentative Bahnhofsbauten, aber auch auf dem Land und in kleineren Kurstädten waren die Stationsgebäude stattlich. Ihre Einweihungen waren, je nach Größe der Stadt, wichtige Ereignisse von lokaler, regionaler oder gar nationaler Bedeutung, andere sogar die Landesherrn teilnahmen. Etliche Bauten überlebten den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschadet, in anderen Städten wurden sie ein Opfer der Bomben und in neuer Form wieder aufgebaut. Mit seiner Neuerscheinung unternimmt der Wormser Historiker Dr. Jörg Koch eine