
Die Grüne Stadtratsfraktion will am Wormser Hauptbahnhof ein sicheres, wettergeschütztes Abstellen von Fahrrädern ermöglichen, besonders für die zunehmend genutzten E-Bikes, Lastenräder und Longtail-Räder. In der Sitzung am Mittwoch, dem 24. Juni, möchte sie laut einer Pressemitteilung vom Montag dazu einen Prüfantrag einbringen. Die Verwaltung soll gemeinsam mit der Parkhausbetriebs GmbH prüfen, welche Lösung für Pendlerinnen und Pendler in Frage kommt und dem Stadtrat darüber berichten.
Am Hauptbahnhof fehle laut der Grünen bislang ein passendes Angebot. Das Radhaus der Lebenshilfe besteht seit 2004, sei aber vertragsbasiert, setzte eine persönliche Registrierung voraus und stoße an seine Kapazitätsgrenzen. Die beiden überdachten Abstellanlagen im Bahnhofsumfeld böten zwar Wetterschutz, aber kein individuell gesichertes Abstellen und seien für Lastenräder kaum geeignet, so die Grünen.
Die Fraktionsvorsitzende der Grünen Stadtratsfraktion Anna Biegler fordert daher: „Immer mehr Menschen nutzen Lastenräder, sogenannte Longtail-Räder oder E-Bikes, um ihre Wege im Alltag zu verbinden: morgens die Kinder zur Kita oder Schule bringen, danach zum Bahnhof und mit dem Zug weiter zur Arbeit. Gleichzeitig sind schon die Abstellmöglichkeiten für normale Fahrräder am Hauptbahnhof stark ausgelastet. Wir brauchen deshalb gute, sichere und wettergeschützte Abstellmöglichkeiten, die zu dieser Vielfalt im Alltag passen.“
Die Fraktion lege sich bewusst nicht auf eine Bauform fest. In Betracht kämen einfache, gut gesicherte überdachte Anlagen mit abschließbaren Boxen ebenso wie eine vollautomatische Lösung. Auch eine Einbindung in das bestehende Parkhaus und die Anbindung an das vorhandene Park-and-Ride-Angebot sollen geprüft werden, damit Fahrrad, Auto und Bahn am Hauptbahnhof besser zusammenwirken und der Umstieg möglichst kurz bleibt. Wichtig sei der Fraktion, dass Anschaffung und Unterhalt den städtischen Haushalt möglichst nicht belasten, sondern über Fördermittel und einen externen Betreiber getragen werden.
Funktionierende Lösungen ernsthaft prüfen
Stadtrat Tobias Dämgen: „Mir geht es um das Ergebnis, nicht um eine bestimmte Technik. Frankenthal hat gezeigt, dass sich ein solches Angebot fast vollständig über Förderung und einen externen Betreiber finanzieren lässt. Wenn das dort funktioniert, sollte Worms ernsthaft prüfen, was hier möglich ist.“
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