
Der 12. ADFC-Fahrradklima-Test startet bundesweit am Dienstag, dem 1. September. Mit mehr als 213.000 Teilnehmenden im Jahr 2022 ist dies die wahrscheinlich größte Befragung in Deutschland. Bis Ende November können alle Interessierten an der Online-Umfrage teilnehmen unter www.fahrradklima-test.adfc.de/ Auch Kinder können ihre Meinung im Fragebogen mitteilen, ebenso können Kommunen ihre Anstrengungen zur Radverkehrsförderung dokumentieren.
Günter Niederhöfer, Vorsitzender des ADFC Worms, beurteilt die Testergebnisse der letzten Jahre und das Fahrradklima in Worms wie folgt: Mit einer Beteiligung von 360 Bürgerinnen und Bürgern habe Worms 2024 eine Gesamt(Schul)note von 4,2 erreicht und sei auf Platz 84 von 113 Städten in der Größenklasse 50 bis 100.000 Einwohner gelandet.
Obwohl es seit Jahren einen Arbeitskreis Radwege gebe und Maßnahmen fürs Fahrradklima beschlossen worden seien, würde sich die Umsetzung immer wieder verzögern.
Aus zurückliegenden Fahrradklimatest-Ergebnissen sei bekannt, dass zwei Kriterien ausschlaggebend seien, ob man häufiger mit dem Rad fährt, oder doch lieber das Auto nutze: die gefühlte Sicherheit im Straßenverkehr und der „Komfort“ der (Rad)wege. Beides sei in Worms fast mit mangelhaft oder mangelhaft benotet worden. Radfahrer würden zu oft gefährlich eng überholt werden und häufig seien Radwege veraltet. Auch die angepeilte Klimaneutralität für das Jahr 2045 sei angesichts der Tatenlosigkeit unrealistisch, obwohl in diesem Jahr die Auswüchse des Klimawandels mit extremer Hitze und Trockenheit extrem spürbar geworden seien. Deshalb fordert Niederhöfer: „Wir müssen den Umweltverbund aus Fuß, Rad und ÖPNV auch in Worms attraktiver machen und zwar schnell, sehr schnell.“
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