Die Stadtratsfraktion „Worms will weiter“ hat einen Prüfantrag zur Einführung eines Pilotprojekts für eine digitale Notfall- und Hilfe-App beim Backfischfest eingebracht. Ziel ist es, das bestehende Sicherheits- und „Awareness“-Konzept durch eine zeitgemäße, diskrete Möglichkeit zur Alarmierung zu ergänzen. Situationen wie Belästigungen, eskalierende Streitigkeiten oder medizinische Notfälle erfordern häufig schnelle und zugleich diskrete Hilfe.
Die Verwaltung soll prüfen, ob und unter welchen technischen, organisatorischen und datenschutzrechtlichen Voraussetzungen eine Anwendung wie „SafeNow“ als sogenannte „SafeNow-Zone“ am Festplatz eingerichtet werden kann. Darüber hinaus sollen die zu erwartenden Kosten sowie mögliche Finanzierungsoptionen dargestellt und Kosten-Nutzen nachvollziehbar miteinander abgewogen werden. Die Ergebnisse sollen im Ausschuss für Kommunale Sicherheit und Bevölkerungsschutz vorgestellt und beraten werden. Die App ist laut „Worms will weiter“ u.a. beim Cannstatter Wasen sowie beim Münchener Oktoberfest bereits im Einsatz. Dort diene sie als ergänzendes Instrument.
Mathias Englert, Fraktionsvorsitzender von Worms will weiter, erklärt: „Das Backfischfest ist ein Aushängeschild unserer Stadt. Wir wollen, dass sich alle Besucher sicher fühlen können, und zwar nicht nur objektiv, sondern auch subjektiv. Eine digitale Notfall-App kann eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Sicherheitskonzept sein, ohne dieses zu ersetzen.“
Auch Tobias Dämgen, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, betont den pragmatischen Ansatz des Antrags: „Uns geht es ausdrücklich um eine sorgfältige Prüfung. Wir wollen wissen, welche technischen Voraussetzungen erforderlich sind, wie eine Einbindung in Ordnungsdienst, Sanitätsdienst und bestehende Strukturen aussehen kann und welche Kosten entstehen.“ Die Fraktion sieht in der digitalen Alarmierung eine niedrigschwellige Möglichkeit für Menschen, in belastenden Situationen schnell Unterstützung anzufordern, etwa dann, wenn Hemmungen bestehen, offen Hilfe zu suchen oder nicht klar ist, an wen sie sich wenden können.
Dominique Denschlag, Ratsmitglied von Worms will weiter, ergänzt: „Moderne Großveranstaltungen setzen zunehmend auf digitale Unterstützungssysteme. Wenn wir als Stadt zukunftsorientiert handeln wollen, sollten wir offen für solche Lösungen sein, selbstverständlich unter strikter Beachtung des Datenschutzes und mit klarer Kostenkontrolle.“
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