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  • Sa., 24. Mai 2014, 17:58 Uhr
    Wormatia unterliegt Mainz mit 1: 3 / Ulm patzt in Baunatal / Eschborn verzichtet auf Aufstieg / Elversberg plant für 3. Liga / Eller plant zweigleisig

    Sportliches Wunder bleibt aus – Klassenerhalt trotzdem wahrscheinlich

    Demnächst Oberliga- oder Regionalliga-Trainer? Sascha Eller muss aktuell noch zweigleisig seinen Kader für die kommende Saison planen. Wormatia hat das eigene Schicksal nicht mehr in der Hand. Foto: Steffen Heumann


    VON STEFFEN HEUMANN Das sportliche Wunder, sich mit einem Sieg über Favoriten aus Mainz und der gleichzeitigen 2:0-Niederlage des SSV Ulm in Baunatal doch noch sportlich für die Regionalliga zu qualifizieren, haben die Wormaten durch die 1:3-Niederlage vor rund 900 Zuschauern am Samstagmittag verpasst.

    Allerdings sind die Chancen der alten Dame Wormatia auf einen Verbleib in der Regionalliga mehr als aussichtsreich. Der 1. FC Eschborn verzichtet aus wirtschaftlichen und strukturellen Gründen als Qualifikant der Oberliga Hessen auf den Aufstieg in die Regionalliga. Vom Absteiger Elversberg wird verlautbart, dass sich die Planungen mittlerweile wieder in Richtung 3. Liga konzentrieren. Offen ist das Schicksal des SSV Ulm, wie auch weiterer Drittligisten, die noch um ihren finanziellen Klassenerhalt bangen müssen bzw. vor der Entscheidung stehen, Insolvenz zu beantragen. Hat Wormatia wieder Lizenz-Dusel?

    Fakten sind noch nicht geschaffen. Eine Situation zwischen Hoffen und Bangen. Natürlich würde er gerne Wormatia in der Regionalliga trainieren, wünscht sich VfR-Trainer Sascha Eller so schnell wie möglich Klarheit. „Leider haben wir die Big Points vergeigt, um Ulm im sportlichen Vergleich zu überholen”, bedauert Eller. „Das macht die Planungen nicht leichter”, erläutert der Coach, dessen Vertrag unlängst um ein Jahr verlängert wurde und sowohl für die Ober- als auch Regionalliga gilt.

    „Nach dem zweiten Gegentreffer war die Kraft raus”, analysiert Eller die 90 Minuten gegen die 05er, gegen die sich die Wormser noch ganz gut aus der Affäre gezogen haben. Mainz-Coach Martin Schmidt kritisierte, dass seine Elf viele Chancen hab liegen lassen. Jedoch habe die Truppe unter Beweis gestellt, dass man auch ohne namhafte Verstärkung aus dem Bundesliga-Kader gut gespielt habe. Mehr Biss wünscht sich Schmidt in den Aufstiegsspielen gegen Neustrelitz. „Wir werden alles raushauen und wollen hoch”, lässt der Mainzer Trainer keinen Zweifel daran, dass die Saat, die vom Thomas Tuchel seit Jahren gesät wurde nun auch Früchte tragen soll. Klar, dass die VfR-Anhänger den Mainzern die Daumen drücken. Gleiches gilt für den Aufstieg von Großaspach. Das erhöht Wormatias Aussichten trotz des sportlichen Offenbarungseides der abgelaufenen Saison enorm.

    Sollte Wormatia in der Regionalliga bleiben, gilt es der Aussage von Tim Brauer als Vereinsvorsitzenden mehr denn Taten folgen zu lassen: „Wir müssen aus den Fehlern der Vergangenheit lernen!” Unisono hat es auch Fritz Bergemann-Gorski bei den Fans in der Stadionzeitung auf den Punkt gebracht und Besserung gelobt: „Sorry für die Scheißsaison!”

    Wormatia ging im letzten Saisonheimspiel gegen Mainz baden, darf sich aber trotz der 1:3-Niederlage (den Ehrentreffer in der 87. Minute markierte Jabiri) Hoffnung auf den Klassenerhalt machen. Foto: Steffen Heumann
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