
Die CDU Worms geht mit bewährter Führung und einem gestärkten Team in die Zukunft. Stephanie Lohr wurde bei der Mitgliederversammlung einstimmig als Vorsitzende bestätigt. Ihren erneuten Antritt knüpfte sie an eine klare Voraussetzung: „Wir brauchen ein starkes Team, in dem sich jeder auf jeden verlassen kann.“
Neben Lohr wurden Marco Schreiber und Marion Hartmann als stellvertretende Vorsitzende bestätigt. Als Beisitzer wählten die Mitglieder Markus Alter, Gabriel Cil, Sascha Dupuis, Rainer Eitelmann, Jeanine Emans-Heischling, Stefan Holtz, Jens Kneisner, Björn Krämer, Kathrin Makulla, Matthias Matheis und Gerold Senn. Schatzmeister Oliver Eberhard wurde ebenso wiedergewählt wie auch Mitgliederbeauftragter Jakob Weiler und Schriftführerin Hildegard Küper bestätigt wurden.
Mit Blick auf die Bundestagswahl 2025, die Landtagswahl 2026 und die Oberbürgermeisterwahl in Worms steckte Lohr klare Ziele: „Bei allen drei Wahlen wollen wir als Sieger vom Platz gehen!“ Die gestiegene Bedeutung der Erststimme durch die Wahlrechtsreform erfordere bei der Bundestagswahl einen noch stärkeren Wahlkampf vor Ort. „Es wird ein außergewöhnlicher Wahlkampf zwischen Weihnachten und Fastnacht.“
Lohr blickte auf Erfolge wie den Gewinn zweier zusätzlicher Ortsvorsteherämter in Heppenheim und Pfiffligheim sowie den Erhalt von 13 Stadtratsmandaten zurück. „Aber wir müssen weiter liefern“, mahnte sie. Das hohe Haushaltsdefizit von 70 Millionen Euro erfordere umsichtiges Handeln: „Es erschreckt, aber wir müssen zeigen, dass wir verantwortungsvoll wirtschaften.“
Projekte wie die umfassend sanierte Lucie-Kölsch-Musikschule im Silberborner Hof, oder die Sanierung der Elefantenhöfe und die Unterbringung der Volkshochschule im Hochstift wurden trotz knapper Kassen umgesetzt. Für die Innenstadtbelebung wurden vier Millionen Euro Fördermittel gesichert. Doch es bleiben Herausforderungen, etwa bei der Umgestaltung des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes, wo noch Klärungsbedarf mit dem bisherigen Eigentümer besteht.
Großen Zuspruch fanden die Pläne, mindestens ein größeres Gewerbegebiet sowie weitere Wohngebiete schaffen zu wollen. Mit dem Ausbau der Windkraft und großen PV-Anlagen möchte die CDU die Energiewende in Worms voranbringen. Der Verkehr um den Marktplatz und den Dom soll reduziert werden, um so die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu stärken und das Radfahren oder den Stadtbummel attraktiver zu machen. Auch wenn der Einzelhandel sich zurückziehe, habe die Wormser Innenstadt immer noch viel Potenzial. Die Innenstadt der Zukunft müsse dazu aber noch viel grüner werden und die kulturellen Highlights, wie zum Beispiel den Nibelungen ganzjährig mehr Raum bieten.
Dr. Klaus Karlin, Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion, zeigte die Herausforderungen auf, im Stadtrat Mehrheiten zu organisieren. Für neue Baugebiete forderte er mehr Engagement des SPD-Baudezernenten. Auch seien neue Gewerbegebiete nötig, um Einnahmen zu generieren. Die Kosten für zusätzliche Aufgaben, die Bund und Land der Stadt auferlegten, wie bei der Sanierung der B9 oder dem Ausbau von Grundschulküchen, belasteten die Finanzen zusätzlich. „Trotzdem ist es gelungen, etwas zu bewegen“, betonte Karlin.
Lohr rief die Mitglieder zu Zuversicht und Engagement auf: „Gestalten ist wichtiger denn je. Egal wie sich die Weltwirtschaft entwickelt – wir dürfen uns nicht von pessimistischen Stimmungen leiten lassen.“
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