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So., 22. September 2013, 11:23 Uhr
Das Bündnis Hoher Stein feierte am Samstag eine fröhliche Party in der TSG Halle in Worms-Heppenheim
Stolz, Triumphgefühle und der Wille weiterzumachen
Mitglieder der 20-köpfgigen Leitungsgruppe des Bündnisses stießen auf ihren Erfolg an. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Es war in erster Linie eine fröhliche und heitere Party, die das Bündnis "Hoher Stein" am Samstagabend ab 19 Uhr in der Sporthalle der TSG Heppenheim aus Anlass des Endes für das geplante Gewerbegebiet feierte. Nach den anderthalb Jahren des Engagements, des Diskutierens, des Überzeugens und der Unterschriftensammlung war mit der Entscheidung gegen die Bebauung des 100 Hektar großen Areals eine Tonnenlast von den Schulter der Aktivisten gefallen. Besonders die zwanzig Mitglieder der Leitungsteams hatten sehr viel Herzblut , aber auch Zeit investiert.
Daher wollte man am Samstag ein fröhliches und ausgelassenes Fest feiern und die Strapazen vergessen, was hervorragend gelang. Aber natürlich kosteten die mehrere hundert Gäste auch den Sieg aus und genossen das Gefühl des Triumphes, sich gegen die große Politik durchgesetzt zu haben. Denn alle Gegner des Projektes äußerten sich zwar dankbar, dass die Feldhamsterpopulationen gefunden wurden, doch glaubten die meisten, dass der eigentlich Grund für den Verzicht auf das Gewerbegebietes der Protest der Bürger war, an dem keiner mehr vorbeigehen konnte. Denn immerhin konnten die Gegner eine Liste mit 9.000 Bürger präsentieren, die gegen den "Hohen Stein" unterzeichnet hatten. Der Fund der Feldhamsterhabitate habe letztlich nur den Politikern erlaubt, ohne Gesichtsverlust das Projekt zu "beerdigen". Denn in den Kommunalwahlkampf 2014 habe niemand mit dem Belast des "Hohen Steins" gehen wollen.
Einer der beiden Sprecher, Richard Grünewald, bezeichnete den Verzicht auf das Gewerbegebiet denn auch als ein Sieg der Vernunft. Der andere Sprecher, Marcus Centmayer, kündigte an, sich weitere gegen Vorhaben stark zu machen, bei denen ein großer Flächenverbrauch drohe. Er nannte hier etwa die Krankenhaustangente. Auch forderte er ein wirkliches Klimagutachten für Worms mit Folgeabschätzungen. Wichtig sei in jedem Fall, zukünftig bei jedem Vorhaben die sozialen und umweltrelevanten Folgen zu bedenken.
Nachdem am Samstagabend die meisten Gäste eingetroffen waren und an den bestuhlten Tischreihen Platz genommen hatten, wurde gegen 19.30 Uhr zunächst ein Film gezeigt, der in rund 15 Minuten noch einmal die Geschichte des Bündnisses Revue passieren ließ. Dies ging von der Entstehung über den Höhepunkt, den Aktionstag im Juni, bis zum Verzicht durch die städtischen Ausschuss. Für Getränke und Speisen, natürlich aus der Region, war ebenfalls bestens gesorgt und so stand der heiteren Party nichts mehr im Weg.