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  • So., 12. Juli 2026, 10:00 Uhr
    TIERRETTUNG: Was sagt das Tierheim Worms zum Fall im Rhein-Pfalz-Kreis?

    „Trauriger Alltag der Veterinärbehörden und Tierschutzorganisationen“

    Der Tierhalter muss mit einem Tierhalte- und Betreuungsverbot sowie einem Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz rechnen.
    Foto: Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis

    Von Florian Helfert › Wie bereits berichtet hat das Veterinäramt des Rhein-Pfalz-Kreises zusammen mit der Kriminalpolizei, dem Ordnungsamt und der Tierrettung Mitte Juni 49 Tiere aus einer desaströsen Lage gerettet. Vorausgegangen war der Wegnahme eine anonyme Anzeige bei der Polizei wegen illegalen Handels mit stark missgebildeten Chihuahua-Welpen. Der Tierhalter muss mit einem Tierhalte- und Betreuungsverbot sowie einem Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz rechnen.

    Leidige Erfahrungen

    Laut Christiane Gumpert, 1. Vorsitzende des Tierschutzvereines Worms Stadt und Land e.V., sind Sicherstellungen aufgrund nicht artgerechter oder mangelhafter Tierhaltung sind  leider längst keine Seltenheit mehr, sondern gehören mittlerweile zum traurigen Alltag der Veterinärbehörden und Tierschutzorganisationen. „Erst kürzlich wurden uns beispielsweise durch das Veterinäramt 23 Katzen – teilweise trächtig – aus einer Sicherstellung in Worms übergeben“, so die Tierschützerin.

    Ihrer Ansicht nach ist es daher dringend empfehlenswert, sich bereits vor der Anschaffung eines Haustieres umfassend zu informieren. Eine kompetente Beratung in einem Tierheim könne dabei eine wertvolle Stütze sein. „Leider treffen viele Menschen ihre Entscheidung heute nach wenigen Klicks im Internet“, so Gumpert weiter, „ohne sich ausreichend mit den Bedürfnissen der jeweiligen Tierart und den Anforderungen an eine artgerechte Haltung auseinanderzusetzen“.

    Seriöse Züchter aufsuchen

    Wer sich für ein Tier aus einer Zucht entscheide, sollte sich an einen seriösen Züchter wenden. Solche Züchter finde man in der Regel zum Beispiel im Falle von Hunden über den Verband für das Deutsche Hundewesen (www.vdh.de). Vom Kauf von Tieren über Kleinanzeigen rät Christiane Gumpert hingegen dringend ab. In vielen Fällen würden die tatsächlichen Abgabegründe nicht offen kommuniziert. Häufig stehe lediglich der Wunsch im Vordergrund, das Tier möglichst schnell abzugeben – zum Nachteil des Tieres und nicht selten auch der neuen Halter.

    Weitere Informationen unter www.tierheimworms.de und www.tierschutzbund.de 

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