
Von Marcus Diehl › Der TuS Neuhausen tat sich im bisherigen Saisonverlauf etwas schwer. So richtig ins Rollen kam er bisher noch nicht. Dass er aber genau weiß, wie ein Derby zu bestreiten ist, hat er in den letzten Jahren schon öfters gezeigt. Mit einem 2:1-(2:0)-Erfolg beim SV Horchheim zeigte er vor allem in der ersten Hälfte Anschauungsunterricht. Während die Gastgeber die ersten 30 Minuten verschlafen haben, war der TuS von Beginn an auf Betriebstemperatur.
„Die erste Halbzeit geht klar an uns“, kommentierte Trainer Marco Stark. Darüber, dass die Partie auch hätte kippen können, ist sich der Coach durchaus bewusst. „Der SVH hat in der zweiten Hälfte ganz schön aufs Tempo gedrückt.“
Dabei durfte er sich letztendlich bei Torhüter Hendrik Rohde bedanken, der einen Foulelfmeter hielt. Der Sieg ist für Marco Stark die Bestätigung für die ansteigende Form seiner Mannschaft. „Die ersten vier Spieltage haben wir verschlafen.“ Erst am fünften Spieltag wurden die ersten drei Punkte eingefahren. Vor allem die Heimniederlage gegen Freinsheim ist ihm in negativer Erinnerung. Die Pfälzer ergatterten an den folgenden Spieltagen nur noch einen Punkt. Es galt, einige junge Neuzugänge zu integrieren. Doch der Umbau schreitet voran. Das frische Blut im vergrößerten Kader kommt immer besser zur Geltung. Das große Problem zu Beginn war die Defensivarbeit. Zu leicht kamen die Gegner zu ihren Toren. Dies wurde mittlerweile behoben und das Team hat sich gefestigt. Verbesserungswürdig ist noch die Chancenverwertung. Marco Stark: „Das zieht sich durch die ganze Saison. Hätten wir unsere Konter gegen Horchheim besser ausgespielt, hätten wir die Partie früher entscheiden können.“ Wären sie immer so effizient gewesen, wie in der Anfangsphase im Derby – sie hätten ein paar Punkte mehr auf dem Konto. Zur richtigen Zeit kommt sein Team endlich in den Flow hinein.
In den zwei folgenden Heimspielen gegen Saulheim und Spitzenreiter SV Guntersblum wird sich zeigen, wo der Weg hinführt. Mit sechs Punkten wäre der TuS wieder im Geschäft. Die Bezirksliga ist in dieser Saison eng besetzt. Von Platz eins bis elf ist alles möglich. Der Weg sollte aber nach oben gehen.