
Vogeltränken sind bei Hitze und Trockenheit bei Vögeln hoch willkommen, und sie werden je nach Größe auch gerne für ausgiebige Bäder genutzt. Schon ein tiefer Teller oder ein größerer Blumenuntersetzer reichen aus. Doch der Spaß birgt auch ungeahnte Risiken. In verschmutzten Vogeltränken können sich die Tiere leicht mit Salmonellen und diversen Parasiten infizieren. Vor allem die für viele Finkenvögel tödliche Trichomonadose wird meistens an kleinen Wasserstellen übertragen. Daher empfiehlt der NABU, Vogeltränken zur Vorbeugung täglich zu reinigen und das Wasser auszutauschen. Auch verschmutzte Futterstellen sind typische Infektionsquellen, an denen auf Hygiene geachtet werden muss. „Falls tote Vögel im Umkreis von Wasser- oder auch Futterstellen gefunden werden, sollten Vogeltränke und Futterstelle sofort abgebaut werden, damit sich Infektionen nicht weiterverbreiten. Da blutet manchem Vogelfreund das Herz, aber für die Vögel ist das in der Regel kein Problem“, empfiehlt Rainer Michalski von der NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe. Doch wie geht man bei der Reinigung vor? Am besten nutzt man dafür eine Bürste und kochendes Wasser. Auf Reiniger aller Art sollte man möglichst verzichten. Und wo stellt man eine Vogeltränke am besten auf? „Der beste Platz ist schattig und so gewählt, dass die Vögel die Umgebung gut einsehen können. Wenn dann auch noch Gebüsch in der Nähe ist, können sie etwa vor einer Katze in sichere Deckung fliehen“, rät Michalski abschließend.
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