Die Freibad- und Badesee-Saison ist in vollem Gange und so heißt es für nicht wenige von uns „ab in die Fluten“. Unglücklich ist nur, dass dies für viele Menschen, speziell Frauen, oftmals mit einer Harnwegsinfektion verbunden ist. Doch damit muss man sich nicht abfinden – und teilweise kann man sogar schon vorbeugend etwas dagegen tun. Unter anderem dadurch, dass man für eine ausreichende Zink- und D-Mannose-Zufuhr, die richtige Hygiene und ein cleveres Bekleidungskonzept achtet. Aber wie genau funktioniert das im Einzelnen? Wir schauen uns den Themenkomplex etwas genauer an.

Unabhängig vom Abstecher ins Freibad oder an den Badesee ist es immer wichtig, genug zu trinken und auf eine atmungsaktive Kleidung wert zu legen. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist insofern von Bedeutung, da sie dazu beiträgt, die Blasen und die Harnwege auszuspülen und bei Bedarf unliebsame Bakterien auszuschwemmen. Das wird durch atmungsaktive und lockere Kleidung (bei der Unterwäsche am besten aus Baumwolle) zudem dadurch unterstützt, dass diese die Luftzirkulation fördert. In der Konsequenz ist die Umgebung nicht ganz so feucht, was das Bakterienwachstum begrenzt.
Allerdings sollte man auch die zwei folgenden Aspekte nicht außer Acht lassen: einerseits die maßvolle Intimhygiene, andererseits das regelmäßige, vollständige Entleeren der Blase. Letzteres ist primär nach dem Sex und dem Baden / Schwimmengehen von Bedeutung, weil es dazu führt, dass man frisch eingedrungene Bakterien direkt wieder loswird. Und natürlich kann man noch etwas tun, beispielsweise über die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Diese sind zwar keine absoluten Garanten dafür, dass es nicht zu einer Harnwegsinfektion kommt; dennoch können sie potenziell sinnvoll zum Schutz vor ihr beitragen.
Zink ist ein Spurenelement, für viele enzymatische Prozesse des Körpers von Relevanz ist. Darunter fallen unter anderem die Unterstützung des Immunsystems, die Förderung der Wundheilung sowie der gesunde Ablauf des Zellwachstums. Zudem kann eine ausreichende Zinkzufuhr, etwa über Zink Tabletten zur allgemeinen Gesundheit beitragen und damit das Infektionsrisiko (auch für Harnwegsinfekte) tendenziell senken.
Die D Mannose ist ein natürlicher Zucker, der verhindert, dass sich Bakterien an den Harnwegschleimhäuten festsetzen. Dadurch unterstützt er den Körper dabei, diese schnell(er) auf natürlichem Weg auszuscheiden. Dadurch kann er insbesondere für Menschen, die öfter mit Harnwegsinfektionen zu tun haben, eine sinnvolle Unterstützung darstellen.
Cranberrys enthalten Proanthocyanidine (PACs), die ebenfalls dazu beitragen, dass sich Bakterien leichter an den Harnwegwänden festsetzen. Eine Wirkung, die sich bereits in verschiedenen Studien als positiv erwiesen hat. Dadurch erfreuen sich verschiedene Cranberry-Produkte in Form von Saft, Tabletten oder Kapseln bereits großer Beliebtheit – primär bei Kindern, Frauen und anderen Menschen, die zu regelmäßigen Harnwegsinfektionen neigen und die schon Blasenbehandlungen in Anspruch nehmen müssten.
Vitamin C erweist sich im Hinblick auf die Minimierung des Risikos für Harnwegsinfektionen und die Linderung von bereits bestehenden Bakterien als Mehrfachkönner. So kann das Vitamin den Urin ansäuern, was das Bakterienwachstum hemmt. Aber nicht nur das: Es stärkt auch die Barrierefunktion der Körperoberflächen und neutralisiert als Antioxidans auch freie Radikale, die für Zellschädigungen und Entzündungen verantwortlich sein können. Allerdings sollte man bei Nahrungsergänzungsmitteln mit Vitamin C berücksichtigen, dass die Dosen des Vitamins nicht zu hoch ausfallen. Das ist insofern wichtig, als es dadurch bei manchen Menschen zu Blasenreizungen kommen kann. Und genau die möchte man ja vermeiden.
Oft kommt man dank Zink Tabletten, D Mannose und mithilfe der anderen Tipps um eine Harnwegsinfektion herum. Oder Blasenentzündung und Co. fallen häufig gar nicht erst so schlimm aus, dass man überhaupt erst zu Antibiotika greifen muss. Besonders vorteilhaft dabei ist, dass viele der genannten Stoffe eine Synergie ergeben. So tragen unter anderem Cranberry-Extrakte dazu bei, dass sich die Bakterien weniger gut an den Blasenwänden festsetzen können, während sie von D Mannose gebunden und leichter ausgeschieden werden. Und dass Zink insgesamt widerstandsfähiger macht, ist doch auch eine gute Nachricht. Also denn, viel Spaß im Freibad oder am Badesee!