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Do., 23. Oktober 2014, 08:26 Uhr
Erich Strack aus Worms unter den Top10 in der Gesamtwertung mit 31 Stunden / Topfavorit und Sieger Rene Strosny benötigte 23 Stunden und 40 Minuten
Weinsteig ULTRA – der erste 100 Meilen Lauf in der Pfalz
Mit den anderen Teilnehmern war auch Erich Strack begeistert von der anspruchsvollen Strecke und der perfekten Organisation und kann es sich durchaus vorstellen, im nächsten Jahr wieder am Start zu stehen, „um den Weinsteig zu rocken“.
Am vergangenen Sonntag starteten 35 ausgewählte Extremsportler aus Deutschland und der Schweiz um 7 Uhr morgens am Weintor in Schweigen-Rechtenbach und machten sich über die Originalroute des Pfälzer Weinsteigs auf den langen Weg nach Obersülzen. Die Zeitvorgabe war klar definiert und lag bei maximal 32 Stunden.
Ein interessanter Vergleich ist hier die Zeitempfehlung dieses Fernwanderweges für Wanderer, die bei 10 durchaus anspruchsvollen Tagesetappen liegt. Dabei sind ca. 169 km mit 5900 Höhenmetern zu überwinden.
Einteilung von Kraft und Strecke
Die Herausforderung der Nonstop-Variante lag in der Einteilung von Kraft und Strecke, da größtenteils unbefestigte Waldwege und Pfade mit zum Teil sehr schwierigen Auf- und Abstiegen zu bewältigen waren. Was tagsüber für die Spezialisten noch relativ leicht zu bewerkstelligen war, forderte in der Nacht von den Akteuren alles ab. Hohe Anforderungen an die konditionellen und koordinativen Fähigkeiten und ein sehr ausgeprägtes Orientierungsvermögen waren von Nöten, um unverletzt anzukommen und Sonderschleifen durch Verlaufen in der Dunkelheit zu vermeiden. Durch die vorgegebenen Zeitfenster waren große Zeitverluste ein nicht zu unterschätzendes Problem und mussten unbedingt verhindert werden. Insbesondere durch plötzlich auftretende Nebelbänke und teilweise sehr spärliche Ausschilderung war ein schnelles Vorankommen schwierig und ohne GPS Gerät fast unmöglich.
Unterwegs hatte das Organisationsteam 6 Verpflegungsstellen eingerichtet, die durch diverse Wasserstellen ergänzt wurden. Kleine, sehr engagierte Teams waren jeweils vor Ort, um die Läufer mit dringend notwendigen Kalorien zu versorgen. Im Repertoire waren nicht nur Gemüsesuppe und Pellkartoffeln mit weißem Käse sondern auch Obst, Riegel und energiehaltige Getränke. Sogar alkoholfreies Bier war mit im Angebot.
Die Route führte über Bad Bergzabern, Klingenmünster, Annweiler, Neustadt a. d. Weinstrasse, Bad Dürkheim, Battenberg bis nach Obersülzen und streifte auch Kalmit, Hohe Loog und Weinbiet. Das Wetter war perfekt und zeitweise sommerlich warm, was aber auf den letzten 10 km auf schattenlosen Asphaltpisten noch einmal richtig zermürbte.
Insgesamt konnten 11 Läufer innerhalb des Zeitlimits das Ziel erreichen. Der Topfavorit und Sieger Rene Strosny benötigte lediglich 23 Stunden und 40 Minuten, Erich Strack kam nach 31 Stunden auf einen hervorragenden neunten Platz in der Gesamtwertung.