Di., 11. Juni 2013, 00:38 Uhr
Gemeinsame Sitzung der Altertumsvereine Worms und Alzey auf Einladung des Landrats Ernst-Walter Görisch
Weitgehend identische Ziele
Der erweiterte Vorstand des Wormser Altertumsvereins, der in der Regel seine monatliche Sitzung im Andreasstift abhält, traf sich zur Juni-Sitzung auf Einladung von Landrat Ernst-Walter Görisch mit dem Alzeyer Altertumsverein in der Kreisverwaltung Alzey-Worms. Wie die Namensgleichheit der beiden Vereine erkennen lässt, sind ihre Ziele weitgehend dieselben: lokale Geschichtsforschung, Herausgabe und Förderung entsprechender Schriften, Bildungsaufgaben wie historisch orientierte Vorträge und Exkursionen sowie aktiver Denkmalschutz.
Überschneidungen und damit gemeinsame Aufgabenfelder ergeben sich in der Erforschung des Wonnegaus, in der Aufarbeitung der Schicksale rheinhessischer Juden im Dritten Reich und die gemeinsame Zugehörigkeit zum bald 200-jährigen Rheinhessen.
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andrat geeigneter Moderator
Landrat Görisch war der geeignete Moderator der Veranstaltung, ist er doch kraft Amt Mitglied des Vorstands beider Vereine. Die beiden Vorsitzenden Dr. Christoph Biermann (Alzey) und Dr. Josef Mattes (Worms), stellten zunächst ihre Vorstandsmitglieder und die aktuellen Schwerpunkte ihrer Arbeit vor, sodann erörterte man gemeinsame Fragestellungen und Probleme. Beide Vereine stehen in enger Beziehung zum jeweiligen stadtgeschichtlichen Museum. Es fehlt an ausreichenden öffentlichen Mitteln und an geeigneten Räumlichkeiten zur Präsentation der Exponate.
Alzey sucht dringend nach einer würdigen Ausstellungsfläche für seine hervorragende römische Steinsammlung, Worms benötigt in Anbetracht der großen historischen Jubiläen der nächsten Jahre einen großen Umbau des Andreasstifts.
Einen breiten Raum nahm in der Diskussion das gemeinsame Problem der fachgerechten Aufbewahrung von Archivgut ein, wobei das fehlende Bewusstsein, dass Archivgut sehr häufig wichtiges Kulturgut ist, beklagt wurde. Die Geschichtsvereine nicht nur unserer Region, sondern in ganz Rheinland-Pfalz sollten stärker als bisher als "Lobby der Archive" auftreten, um den Erhalt und die Sicherung überlieferten Kulturgutes zur Erforschung unserer Vergangenheit, für das in unserem Bundesland noch immer keine zentrale Übersicht existiert, zu gewährleisten.
In ihren Schlussworten bekräftigten beide Vorsitzenden, künftig enger zusammenzuarbeiten, und dankten Landrat Görisch für die Einladung und die vorzügliche Bewirtung der Teilnehmer. Der Landrat wünschte seinerseits den beiden Geschichtsvereinen viel Erfolg bei ihrer weiteren Arbeit.