
Für die Karate-Abteilung Ryushinkan stand ein außergewöhnliches Highlight auf dem Programm: Eine Delegation von Sportlerinnen und Sportlern aus der Nibelungenstadt reiste auf den US-amerikanischen Inselstaat Hawaii, um an den Herbstmeisterschaften des Japanischen Karateverbandes (JKA) auf der Insel Maui teilzunehmen.
Die Wahl des weit entfernten Archipels im Pazifik hatte durchaus einen historischen Hintergrund: Hawaii gilt als eine der zentralen Brücken des Karate zwischen Asien und der westlichen Welt. Bereits im frühen 20. Jahrhundert brachten Einwanderer das traditionelle Karate auf die Inseln, woraus über die Jahrzehnte eigenständige Kampfkünste wie Kajukenbo oder Hawaiian Kenpo entstanden.
Die organisatorische Leitung der Reise lag bei Abteilungsleiter Christoph Offen. Nach dem Flug über den Atlantik nutzte man die ersten Tage in Honolulu zur Akklimatisierung und Vorbereitung. Neben kulturellen Eindrücken und einer Wanderung auf dem Makapuʻu Lighthouse Trail stand am Freitag eine Trainingseinheit beim gastgebenden Verein in Honolulu auf dem Plan, bevor es weiter nach Maui ging.
Der Aufwand und die Vorbereitung machten sich bezahlt. Die Wormser Athletinnen und Athleten riefen Bestleistungen ab und sicherten sich zahlreiche Podestplätze.
Kumite (Freikampf):
1. Platz: Sebastian Zeller
2. Platz: Damian Karlischek
3. Platz: Maya Kharsa
Kata (Formenlauf):
Erwachsene Frauen: 2. Platz für Maya Kharsa
Ü30 Erwachsene: 2. Platz für Sebastian Zeller
Mittelstufe Jugend: 1. Platz für Jessica Saggu, 2. Platz für Damian Karlischek, 3. Platz für Moritz Zeller
Ein solches Projekt ist für einen Verein ohne externe Hilfe kaum zu realisieren. Die Abteilung Ryushinkan richtet ihren Dank daher an Christoph Offen, alle Trainer, Betreuer und Unterstützer sowie an die Hauptsponsoren: den Rotary Club Worms, den Kiwanis Club Worms und Marcus Mast, durch deren Engagement diese Expedition erst ermöglicht wurde.