
Der rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete Dirk Beyer begrüßt das geplante kurzfristige Maßnahmenpaket des Landes zum besseren Hitzeschutz in den Krankenhäusern. Insgesamt stellt das Gesundheitsministerium 7,5 Millionen Euro für energetische Untersuchungen an Krankenhausstandorten in Rheinland-Pfalz bereit. Darüber hinaus soll künftig bei Klimaanpassungs- und Hitzeschutzmaßnahmen auf einen Eigenanteil der Krankenhäuser verzichtet werden.
„Das ist eine gute Nachricht für unsere Krankenhäuser und damit auch für Worms. Gerade angesichts zunehmender Hitzeperioden müssen wir dafür sorgen, dass Patientinnen und Patienten sowie die Beschäftigten in unseren Kliniken bestmöglich geschützt sind“, erklärt Dirk Beyer. „Ich freue mich deshalb sehr, dass das Land hier zusätzliche Unterstützung auf den Weg bringt. Davon kann auch das Wormser Klinikum profitieren.“
Pro Krankenhausstandort sollen bis zu 75.000 Euro für eine umfassende energetische Untersuchung zur Verfügung stehen. Dabei soll zunächst ermittelt werden, welche baulichen, technischen und energetischen Maßnahmen am jeweiligen Standort sinnvoll und wirtschaftlich sind. Auf dieser Grundlage können anschließend passgenaue Lösungen umgesetzt werden.
„Nicht jedes Krankenhaus braucht dieselben Maßnahmen. Deshalb ist es richtig, zunächst genau hinzuschauen, wo Investitionen den größten Effekt erzielen“, so Beyer. „Ob Verschattung, Begrünung, eine bessere Lüftung, bauliche Veränderungen oder geeignete Kühlsysteme – entscheidend ist, dass die Maßnahmen langfristig wirksam sind und nicht gleichzeitig zu unnötig hohen Betriebskosten führen.“
Besonders begrüßt Beyer, dass das Land künftig bei entsprechenden Klimaanpassungs- und Hitzeschutzmaßnahmen auf den Eigenanteil der Krankenhäuser verzichten will. Dadurch können notwendige Maßnahmen vollständig durch das Land gefördert werden.
„Für die Krankenhäuser ist der Wegfall des Eigenanteils eine wichtige Entlastung. Gerade bei den ohnehin großen finanziellen Herausforderungen im Gesundheitswesen ist es wichtig, dass notwendige Investitionen in den Hitzeschutz nicht an fehlenden Eigenmitteln scheitern“, betont der Landtagsabgeordnete.
Rheinland-Pfalz fördert den Hitzeschutz im Krankenhausbereich bereits seit mehreren Jahren. Seit 2024 stehen im jährlichen Krankenhausinvestitionsprogramm drei Millionen Euro für isolierte energetische Maßnahmen zur Verfügung. Auch bei größeren Bau-, Erweiterungs- und Neubaumaßnahmen wird der Hitzeschutz berücksichtigt.
„Wir müssen unsere Krankenhäuser fit für die Herausforderungen der Zukunft machen. Dazu gehört neben einer guten medizinischen Versorgung auch eine Infrastruktur, die den Folgen des Klimawandels standhält“, erklärt Beyer. „Das Land übernimmt hier Verantwortung und unterstützt die Kliniken konkret. Ich hoffe sehr, dass auch das Wormser Klinikum die neuen Möglichkeiten nutzt und von den Förderungen profitieren kann.“
Für Anfang September ist zudem ein weiterer Austausch des Gesundheitsministeriums mit den Krankenhausträgern zum Thema Hitzeschutz vorgesehen.
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