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  • Do., 06. November 2025, 16:37 Uhr
    WORMS: Vorstandsmitglied Torsten Maschke kritisiert Mutlosigkeit / RENOLIT setzt weiter auf Dialog und nachhaltige Lösungen

    Wormser Stadtrat lehnt Pläne des RENOLIT-Windparks ab

    In einer öffentlichen Sitzung am 4. November hat der Wormser Stadtrat den Plänen eines Windparks des Kunststoffverarbeiters RENOLIT wie berichtet nicht zugestimmt. Das Projekt kann somit auf der vorgesehenen Fläche nahe der Autobahn A61 und der Bundesstraße B47 nicht in der bislang geplanten Form umgesetzt werden. Der Stadtrat hat nach einem Änderungsantrag entschieden, die Pläne auf ein Windrad östlich der Autobahn A61 zu beschränken und eine weitere Potenzialfläche im Süden des Wormser Ortsteils Wiesoppenheim zu definieren.

    Enttäuschende Entscheidung

    „Der neue Vorschlag ist für RENOLIT leider weder sinnvoll noch wirtschaftlich“, erklärt Torsten Maschke, Vorstandsmitglied des Wormser Unternehmens in einer Pressemitteilung. „Wir respektieren die demokratische Entscheidung. Allerdings ist sie aus unserer Sicht eine Enttäuschung für RENOLIT und die industriepolitischen Interessen der Stadt Worms. Über ein Jahr wurde diskutiert. Dabei haben wir uns stets kompromissbereit gezeigt und sind auf Vorschläge der Stadt Worms und der angrenzenden Ortsteile eingegangen. Die fehlenden mutigen Entscheidungen auf Bundesebene, um die Industrie zu unterstützen und die Rahmenbedingungen signifikant zu verbessern, setzen sich leider in der Wormser Kommunalpolitik fort. Es ist eine vertane Chance für ein klares Bekenntnis der Stadt zur Dekarbonisierung, zur grünen Transformation sowie zur Steigerung der notwendigen Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Industrie.“

    Der Folienspezialist plante, zunächst fünf, nach Diskussion mit der Stadt Worms noch vier Windenergieanlagen mit einer Jahresproduktion von rund 60 Gigawattstunden in Betrieb zu nehmen. Die Stadt Worms hatte betreffende Flächen als potenziell geeignete Standorte im Umkreis von fünf Kilometern vorgeschlagen. Die Windenergie hätte einen signifikanten Beitrag zur regionalen CO₂-Reduktion und zur Erreichung der Klimaziele geleistet.

    Windpark noch realisierbar?

    „Wir möchten uns noch einmal für den konstruktiven Austausch im Vorfeld der Stadtratssitzung mit den betroffenen Ortsvorstehern bedanken. Wir werden nun weiterhin prüfen, ob eine Umsetzung des Windparks noch realisierbar ist“, erklärt Maschke explizit. „RENOLIT wird weiterhin an seinen Klimazielen festhalten und sich alle Möglichkeiten offenhalten, um das Projekt doch noch zu realisieren und somit den Zugang zu wettbewerbsfähigen Stromkosten zu erhalten“, ergänzt Dr. Michael Bätz, Geschäftsleitung RENOLIT SE Worms.

    „Wir sind davon überzeugt, dass die Herausforderungen der Energiewende nur gemeinsam zu bewältigen sind“, sagt Maschke. „Unser Engagement für Nachhaltigkeit und sichere Arbeitsplätze an unserem Standort Worms bleibt unverändert bestehen.“

    Über RENOLIT

    Die RENOLIT Gruppe ist ein international tätiger Spezialist für hochwertige Folien, Platten und weitere Produkte aus Polymeren. Mit mehr als 30 Produktionsstandorten und Vertriebseinheiten in über 20 Ländern und einem Umsatz von 1,196 Milliarden Euro im Jahr 2024 zählt das Unternehmen mit Hauptsitz in Worms zu den global führenden Kunststoff-Verarbeitern. Rund 5.000 Mitarbeitende entwickeln das Know-how aus mehr als 75 Jahren Unternehmensgeschichte beständig weiter.

     

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