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  • Mo., 09. Dezember 2024, 13:10 Uhr
    Wünsche erfüllen: Kunden lassen mit ihren warmen Herzen Kinderaugen erstrahlen

    Wunschzettelaktion in der Kaiser Passage angelaufen

    Die diesjährige Wunschzettelaktion in der Kaiser Passage ist offiziell gestartet.
    Foto: Rudolf Uhrig

    Von Rudolf Uhrig › Knapp drei Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren leben in Deutschland in Armut. Das bedeutet, dass etwa jedes 5. Kind in einem Haushalt lebt, der sich den durchschnittlichen Lebensstandard nicht leisten kann und oft auf Sozialleistungen zur Existenzsicherung angewiesen ist; Tendenz steigend. Das wird den betroffenen Familien mehrfach im Jahr schmerzlich vor Augen geführt. Ganz besonders bewusst aber wird es zu Weihnachten. 

    „Die Wunschzettelaktion in der Kaiser Passage geht nun in die fünfte Saison“, erläutert Schirmherr Jens Guth (SPD, MdL) und ist sehr froh darüber, dass diese so hervorragend beim Centermanager Jens Buschbacher sowie den dort ansässigen Geschäften, aber auch bei den beteiligten Institutionen angenommen wurde und wird. „Wir alle wollen eben jenen Kindern helfen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, so Guth, der allerdings bei dieser Aktion zum letzten Mal dabei sein wird, da er sein Landtagsmandat zum Jahresende aus persönlichen Gründen niederlegt (der NK berichtete). Die Wunschzettelaktion hat der Pfeddersheimer allerdings nachhaltig „geregelt“: Sein Nachfolger Dirk Beyer wird diese Aktion fortführen. 

    300 Wunschzettel mit Kinderwünschen

    „300 Wunschzettel sind an den Würfeln in der Kaiserpasse angebracht. Diese werden von wohlwollenden Kunden übernommen und bezahlt“, erläutert Buschbacher das Prinzip. „Wir nehmen diese fast stündlich entgegen und registrieren sie, sodass alles genau erfasst wird. Kein Wunsch soll verloren gehen. Anschließend füllen wir mit den nächsten Wunschzetteln auf.“ Es wurde darauf geachtet, dass nur Artikel gewählt werden können, die auch im Center erhältlich und damit erfüllbar sind. Oft seien Dinge des täglichen Lebens, wie beispielsweise wärmende Kleidung. Der Centermanager lobt in diesem Zusammenhang die Wormser: „Sie haben ein sehr warmes Herz“. 

    Eine schützende Hand

    An der Aktion nehmen Kinder im Alter von 2 bis vierzehn Jahren aus den Einrichtungen des Kinder- und Jugendhilfezentrums St. Marien, des Frauenhauses, der Spiel- und Lernstube „Nordend“, Alisa Zentrum, Kindertisch und der Spiel- und Lernstube „Vorstadtkrokodile“ teil. Mit von der Partie ist auch der Lions Club Worms. Der Service-Club hält seine schützende Hand über die Aktion, in dem er quasi eine „Ausfallbürgschaft“ übernimmt. Sollten nicht alle Wünsche erfüllt bzw. bezahlt werden, springen die Lions monetär ein und schließen die Lücke. Aber bislang ist das noch nie eingetreten.

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