
Es gibt Konzertabende, die führen in eine klare Richtung. Und es gibt solche, die bewusst Gegensätze nebeneinanderstellen und gerade daraus ihre Spannung beziehen. Dieses Programm gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.
Dmitrij Schostakowitschs 1. Violinkonzert ist kein Werk, das sich nebenbei hören lässt. Es fordert Aufmerksamkeit und belohnt mit einer Musik von großer Intensität: düster grundiert, von innerer Unruhe getrieben, zugleich von berührender Tiefe. Mit Julian Rachlin steht ein Solist auf der Bühne, der diese Extreme auslotet – mit technischer Souveränität und einem feinen Gespür für die leisen wie die eruptiven Momente.
Mit Richard Strauss wechselt die Perspektive. Er richtet den Blick nach innen, ins eigene Zuhause. Seine „Sinfonia domestica“ macht aus scheinbar vertrauten Szenen – Begegnungen, Spannungen, Versöhnung – ein groß angelegtes Klanggemälde. Mit opulentem Orchester und einem Augenzwinkern entsteht Musik, die das Private ins Monumentale überführt.
Das Konzert wird am Donnerstag, dem 5. November, um 20 Uhr im Wormser Theater gespielt.
Eintrittskarten für dieses Konzert der Superlative gibt es beim Nibelungen Kurier, Siegfriedstraße 22 in 67547 Worms, sowie bei allen weiteren bekannten Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen. Der Eintrittspreis beträgt zwischen 31 und 40 Euro (an der Abendkasse jeweils 2 Euro mehr).