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  • So., 28. Februar 2016, 19:12 Uhr
    HSG-Handballer gewinnen beim HSV Merzig-Hilbringen mit 32: 27

    
Kraftakt bringt nächsten Oberligasieg

    Symbolisch für den großen kämpferischen Einsatz der Wormser HSG-Handballer beim 32:27-Sieg beim bisher punktgleichen HSV Merzig Hilbringen Der Einsatz von Florian Reichelt, aufmerkam beobachtet von Jochen Schloß. Foto: Felix Diehl


    VON KLAUS DIEHL Was beim letzten Heimspiel gegen den VTV Mundenheim beim 24:27 nicht der Fall war, holten die HSGler beim HSV Merzig-Hilbringen nach: Nämlich in einer Saison nicht zweimal gegen den gleichen Gegner zu verlieren – hatte man doch die Heimpartie mit 20:28 in den Sand gesetzt.

    Dabei waren die Voraussetzungen nicht gerade ideal. Mehr als zwei Stunden Busfahrt nach Merzig an der luxemburgischen Grenze, ein dezimierter Kader mit nur einem Torhüter und acht Feldspielern.

    Hinzu kam wohl, eine der langen Anfahrt geschuldete, regelrecht verschlafene Anfangszeit (2:6) des Spieles. Das dennoch am Ende mit 32:27 die Revanche bestens gelang, war wohl einfach nur mit „sensationell“ zu bezeichnen. So auch das Fazit des total begeisterten sportlichen HSG-Leiters Hans-Karl Böhnert, der ebenso wie Trainer Gerd Zimmermann zu Recht stolz auf die Truppe war.

    Geschlossene Mannschaftsleistung mit herausragenden Denis Markert
    Die HSG zeigte eine geschlossene Mannschaftsleistung, dennoch ragte ein Akteur im Leistungsvergleich der bis dato beiden punkgleichen Mannschaften heraus.

    Spielmacher Denis Markert mit der Nummer 20 steuerte 14 Tore und zahlreiche Vorlagen bei und hatte laut Böhnert maßgeblichen Anteil am Auswärtserfolg der HSG. Aber auch der beste Wormser Torewerfer der laufenden Runde konnte den Fehlstart seiner Mannschaft nicht verhindern.

    Die motivierten und aggressiv agierenden Gastgeber überrannten förmlich die HSGler in den Anfangsminuten und erspielten sich binnen weniger Minuten eine Vier-Tore-Führung (2:6, 9.). Während die Wormser aus dem gebundenen Spiel gewohnt sicher verteidigten, zeigten sie im Umschaltspiel auf Angriff einige Schwächen.

    Merzig-Hilbringen spielte nach Ballgewinn stets schnell nach vorne und brachte das Spielgerät über wenige Passstationen im Wormser Torgehäuse unter. Aber anstatt in Panik zu verfallen, spielten die HSGler im Angriff geduldig weiter. Weil dadurch die Zahl der Ballverluste auf ein Minimum reduziert werden konnte und man auf Wormser Seite mit dem Torewerfen begann, war das Spiel Mitte der ersten Halbzeit wieder offen. Über 5:7 verkürzten die HSGler den Rückstand bis zur Halbzeitpause auf 13:14.

    Nach der Pause den Schalter auf Sieg umgelegt 
    Nach dem Seitenwechsel erreichte man sofort den Ausgleich. Mit diesem Erfolgserlebnis legten die HSGler weiter nach und zogen bis zur 45. Minute auf sechs Tore davon (26:20). Die Gastgeber reagierten auf die drohende Niederlage mit einer Vielzahl an taktischen Varianten.

    Ob siebter Feldspieler oder konsequente Manndeckung, kein Mittel brachte die HSG aus der Ruhe. „Wir haben den Handball gezeigt, für den wir Wormser seit langem stehen. Leidenschaft, gepaart mit spielerischen Lösungen und taktischer Cleverness, sorgten für einen mehr als verdienten Auswärtserfolg“, so Coach Zimmermann, der nach dem 32:27-Sieg jedoch nicht gänzlich ausgelassen feiern durfte.

    Nach einem Zusammenprall verletzte sich nämlich Spielmacher Denis Markert. Auch Linksaußen Christian Kulaszewicz beendete die Partie angeschlagen. Wie schwer die Verletzungen sind, das werden ärztliche Untersuchungen unter der Woche zeigen müssen.

    Sprung auf den 8. Oberligaplatz
    Mit diesem Sieg springen die HSG-Handballer mit 18:22 Punkten auf den 8. Tabellenplatz unter den 16 Mannschaften. Damit bestrafen jetzt schon die größten Kritiker, die im Rundenverlauf dem Aufsteiger ein Durchreichen an das Tabellenende prophezeit hatten.

    Sicherlich sind noch zehn Spiele zu absolvieren und der Klassenerhalt noch nicht ganz in trockenen Tüchern. Doch wer so kämpft und mit einem dezimierten Kader und nur zwei Auswechselspielern auf der Bank spielt, der ist auf dem besten Wege dazu.

    Da dürfen sich die Handballfans schon jetzt große Hoffnungen die nächste Oberliga-Saison machen, wozu ja schon etliche Verstärkungen an Land gezogen wurden.

    Es spielten: Marco Palzer, Christian Drees, Alexander Eusterholz (3), Christian Kulaszewicz (3),  Fabian Markert (6), Jochen Schloß (1),  Denis Markert (14), Florian Reichelt (3), Orintas Klimavicius (2).

     
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