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  • Mo., 21. Oktober 2013, 10:25 Uhr
    Aktivitäten in Worms in Vorbereitung / Quellen wie Feldpostbriefe, Fotos, Bücher mit Erscheinungsjahr 1914 bis 1918, Kriegslandkarten, Lebensmittelmarken, Auszeichnungen gesucht

    100 Jahre Ausbruch des Ersten Weltkriegs

    Umstellung der Lederproduktion auf Rüstungsgüter: Fa. Cornelius Heyl, 1916. Foto: Stadtarchiv Worms, Fotoabteilung


    Der Ausbruch der europäischen Urkatastrophe, des Ersten Weltkriegs, jährt sich im kommenden Sommer zum hundertsten Mal. Die Auswirkungen des damit begonnenen vierjährigen Infernos werden in Deutschland generell unterschätzt. Auch für Worms und seine Region hatte der Krieg dramatische Folgen; das mörderische Ringen beendete abrupt eine beispiellose Blütezeit und eine mehr als zwei Generationen dauernde Phase des Wachstums und des Aufschwungs der Stadt mit ihren um 1914 knapp 49.000 Einwohnern. Der Jahrestag gibt Anlass, genauer hinzuschauen und zu fragen, wie sich diese Epochenwende in Stadt und Umland ausgewirkt hat.

    Kaum ausgewertetes Quellenmaterial
    Das Stadtarchiv Worms verfügt in seinen Beständen über bislang kaum ausgewertetes Quellenmaterial über zahlreiche Aspekte des epochalen Ereignisses in der Region und organisiert im kommenden Jahr gemeinsam mit der Stadtbibliothek eine Reihe von Aktivitäten.

    Dazu gehört neben einer Ausstellung im Stadtarchiv (Raschi-Haus) sowie parallel dazu in der Stadtbibliothek Worms (Haus zur Münze) von Ende Mai bis Anfang Oktober 2014 und einer Vortragsreihe im selben Zeitraum auch die Herausgabe eines reich bebilderten Sammelbandes in Zusammenarbeit mit dem Altertumsverein Worms, der die Vorhaben ideell und finanziell fördert.

    Auch das Museum Kunsthaus Heylshof und das Museum der Stadt Worms im Andreasstift planen im Herbst 2014 Ausstellungen und Führungen zum Kriegsgeschehen.

    Derzeit Digitalisierung von Fotomaterial
    Das Stadtarchiv digitalisiert derzeit Fotomaterial und andere Quellen und bereitet die Online-Stellung einer mehr als 1.300 Namen umfassenden Gefallenen-Liste der Wormser Kriegstoten 1914-18 vor. Geplant ist außerdem eine Zusammenarbeit mit der englischen Partnerstadt St. Albans, zumal insbesondere in England und Frankreich des „Großen Krieges“ gedacht wird. Darüber hinaus organisiert das Stadtarchiv gemeinsam mit der Stadtbibliothek Publikationen und Veranstaltungen und ist an regionalen Arbeitskreisen zum Thema beteiligt.

    Stadtarchiv und Stadtbibliothek sowie der Altertumsverein Worms bitten gemeinsam die Bürger in Worms und seinem Umland, für die geplanten Ausstellungen und Aktivitäten Unterlagen aus privatem Besitz (Feldpostbriefe, Fotos, Bücher mit Erscheinungsjahr 1914 bis 1918, Kriegslandkarten, Lebensmittelmarken, Auszeichnungen o.ä.) zum Krieg 1914/1918 und zu seinen direkten Folgen zur Verfügung zu stellen. Vieles aus der Generation der Groß- und Urgroßväter schlummert sicher noch in Kisten, Kellern oder auf dem Speicher – Besitzer haben nun die Möglichkeit, dieses Kulturgut aus der Dunkelheit zu befreien und andere an den Schätzen teilhaben zu lassen.

    Selbstverständlich können die Originale auf Wunsch nach ihrer Digitalisierung wieder an die Eigentümer zurückgegeben werden.

    Bei weiteren Fragen steht das Stadtarchiv per E-Mail an stadtarchiv@worms.de oder telefonisch unter 06241 853-4700, -4701 oder -4712 zur Verfügung.

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