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  • Mo., 28. Juni 2021, 14:30 Uhr
    WORMS: Wirken und guten Ruf gewürdigt / Innenminister Roger Lewentz besucht Festakt / Stabile Mitgliederzahl trotz Corona

    100 Jahre jung – Poseidon feierte Jubiläum

    Musikalisch untermalt wurde der Festakt von Fréderic Busch an der Violine und Timon Sternberg an der Oboe sowie im weiteren Verlauf von den „Wormser Schnooke“ beim gemeinsamen Singen des Vereinsliedes. Foto: Florian Helfert


    VON FLORIAN HELFERT Schwimmen ist ein Kulturgut. Überall wird und wurde ins Wasser gesprungen. Besonders gerne allerdings offenbar beim Ersten Wormser Schwimmclub Poseidon: Als einer der größten Vereine in Worms feierte das Poseidon am Samstag seinen 100-jährigen Gründungsakt mit Innenminister Roger Lewentz und einem Fest auf der Liegewiese des Vereins. „Die Coronapandemie hat uns gelehrt, wieder auf Dinge zu achten, die als selbstverständlich empfunden worden sind“, stellte der an der Hochschule Koblenz lehrende Gastredner Prof. Dr. Lutz Thieme in seinem Festvortrag fest. Zum Beispiel am Beckenrand oder einer Liegewiesen beisammen zu sitzen und zu plauschen. Da rund 30 Prozent der Bürgerinnen und Bürger schwimmen gehen, zähle Schwimmen neben Joggen, Wandern und Radfahren noch vor Fußball zu den beliebtesten Sportarten. „Wer etwas über eine Stadt lernen möchte, besuche das Freibad“, folgerte der begeistere Schwimmer, der Frei- und Hallenbäder als Schmelztiegel einer Vielfalt von Menschen bezeichnete.

    Vorsitzender Kai Hornuf (links) und Präsident Manfred Pfeiffer begrüßten zahlreiche Gäste zum Festakt. Foto: Florian Helfert


    Zweite Heimat Vereinsleben
    „Das Poseidon hat im rheinland-pfälzischen Innenministerium einen sehr guten Ruf“, würdigte Innenminister Roger Lewentz im Anschluss die Vereinsarbeit der allerersten Poseidonen sowie ihrer Nachfolgerinnen und Nachfolger. „Nur zwei Schatzmeister in 54 Jahren, den beiden können Sie mal gratulieren!“, sorgte Lewentz unter dem Publikum für Applaus. Ein solches Engagement im Ehrenamt und in der Freizeit sei außergewöhnlich. Für viele Vereinsmitglieder sei der Verein mehr als ein moderner Dienstleistungsbetrieb – das Vereinsleben sei zweite Heimat!

    Von links: Innenminister Roger Lewentz und Poseidon-Vorsitzender Kai Hornuf freuen sich über Jahrhundert Erster Wormser Schwimmclub Poseidon. Foto: Florian Helfert


    Von großen und kleinen Erfolgen
    Laut Oberbürgermeister Adolf Kessel zählt Poseidon im Breiten- und im Spitzensport zu den größten Sportvereinen in Rheinland-Pfalz. „Noch wichtiger wie die großen sind die kleinen Erfolge“, befand das Stadtoberhaupt und erläuterte, dass unzählige Kinder, wie auch zum Beispiel seine Tochter, hier Schwimmen gelernt hätten. „Die Mitglieder sind die Pfeiler unseres Vereines“, befand Kai Hornuf als Vorsitzender des ältesten Wormser Schwimmvereines im Beisein des moderierenden Ehrenvorsitzenden Manfred Pfeiffer. Im Gegensatz zu vielen Vereinen sind ihm zufolge auch in der Corona-Pandemie die Mitgliedszahlen stabil geblieben. „Heute haben wir zwei neue Mitglieder bekommen“, konnte er zum Abschluss des offiziellen Festaktes, der von Christian Ruppel per Livestream ins Internet übertragen wurde, noch einen kleinen Erfolg vermelden. Musikalisch untermalt wurde der Festakt von Fréderic Busch an der Violine und Timon Sternberg an der Oboe sowie im weiteren Verlauf von den „Wormser Schnooke“ beim gemeinsamen Singen des Vereinsliedes.
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