
VON ROBERT LEHR Bibelworte waren so etwas wie die Klammer um das diesjährige Rheinradeln. Schon beim Auftakt am Morgen auf der großen Showbühne im Rund des Herrnsheimer Schlosses bezeichnete Ministerpräsidentin Malu Dreyer Rheinhessen als ein wahres „Paradies“. Und schlussendlich war es beim Ausklang am Abend vielleicht dem Duo „Flo & Chris“ zu verdanken, die mit ihrem „Sing Halleluja“ die Regenwolken fernhielten, bis alle Radler, Inliner, Läufer und sonstigen Festbesucher trockenen Fußes zu Hause ankamen.
Aber auch ohne Petrus’ Unterstützung war das 7. Rheinradeln nach seinem Relaunch eine rundum gelungene Veranstaltung. Als der größte Event Rheinhessens war er eine der Höhepunkte im Rahmen der 200-Jahrfeier der Region. So konnte RPR 1-Moderatorin Laura Nowak die stolze Zahl von 120.000 Teilnehmern verkünden. Bei bestem Sommerwetter machten die sich auf die – in diesem Jahr leichte verkürzte Tour – zwischen Worms und Oppenheim.

Die Strecke war zwar sprichwörtlich „schwarz“ von Menschen, aber in Wirklichkeit kunterbunt wegen der zahlreichen quitschefarbigen Radtrikots, Hunde- und Kinderanhänger und vor allem Helmen. Die waren durchaus sinnvoll, wie auch Andreas Köhnen an seinem Polizei-Infomobil im Herrnsheimer Schlosspark aufklärte. Sie sollten beim Radfahren selbstverständlich sein, gerade wenn an einem solchen Tag auch weniger routinierte Radfahrer unterwegs seien.
Ihren Spaß hatten aber sichtlich alle. Während es manche im Renndress sportlich angingen, waren die meisten Freizeitradler eher locker unterwegs. Entlang der größtenteils flachen Strecke auf der „alten“ B 9 waren einfach zu viele Möglichkeiten, sich vom schweißtreibenden Radeln abzulenken.
Vereine, Winzer, Gastronomen, die Bitburger-Brauerei mit ihren isotonischen, alkoholfreien Bieren oder das EWR als Hauptsponsor boten vielfältigste Möglichkeiten zum Verweilen, so wie die Feuerwehr in Osthofen mit ihrem Tag der offenen Tür. Ganz abgesehen von den beiden Start-/Zielpunkten, wo z. B. in Oppenheim die „Guitar Tigers“ oder in Herrnsheim die „Dicken Kinder“ für musikalische Unterhaltung sorgten.
Neben der politischen Prominenz, allen voran die frisch gewählte Malu Dreyer als Schirmherrin mit ihrem Gatten Klaus Jensen, dem Wormser Oberbürgermeister Michael Kissel und seiner Stadtspitze, dem Bundestagsabgeordneten, Rheinradeln-Sprecher und Oppenheims Stadtbürgermeister Marcus Held, den Landtagsabgeordneten Kathrin Anklam-Trapp und Jens Guth, waren Teilnehmer aller Altersklassen und sportlicher Ansprüche beim Rheinradeln.
Von Michael Kissel als der „Macher“ in Herrnsheim bezeichnet, zeigte sich der Pressesprecher der Stadt Worms, Hans H. Brecht, hoch zufrieden mit der Veranstaltung: „Wir hatten alleine hier in Herrnsheim mit Kinderprogramm, den Bühnenshows, Workshops, Schlossführungen und den kulinarischen Angeboten ein riesiges Angebot, bei dem jeder auf seine Kosten kam“.
Wie voll es zeitweise gewesen sei, erkenne man leicht an der Tatsache, wie oft z. B. Getränke neu „herangekarrt“ werden mussten.
Auch das Wetter habe bestens mitgespielt, so ein erleichterter Brecht, „die ersten Tropfen seien pünktlich zum Ende des Herrnsheimer Programmes gefallen“. Er bezeichnete die äußerst gelungene Veranstaltung mit ihren zufriedenen Besuchern als Belohnung für das Engagement so Vieler. In diesem Zusammenhang lobte Brecht das vorbildliche Engagement seiner Kollegin Eva Muth bei Planung und Organisation, wie auch die perfekte Zusammenarbeit mit dem Herrnsheimer Ortsvorsteher Andreas Wasilakis.
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