Der Höhepunkt des Neujahrsempfangs in Herrnsheim bildete die Ehrung der Freiwilligen Feuerwehr / Positive Jahresbilanz und beherzte Ziele
1250-Jahre im Visier und Parken als Ärgernis
Die Ehrung der Freiwilligen Feuerwehr war der Höhepunkt des Neujahrsempfang in Herrnsheim. Von links: Hans-Joachim Kosubek, Frank Schäfer, Rainer Buscher und Andreas Wasilakis. Foto: Gernot Kirch
Von Gernot Kirch Den Auftakt des Herrnsheimer Neujahrsempfangs am Samstagnachmittag bildete ein stimmungsvoller Beitrag des Musikvereins „Harmonie.“ Im Anschluss segneten die Sternsinger das Haus. Dann war es Ortsvorsteher Andreas Wasilakis, der das Sektglas anhob und mit den zahlreichen Gästen im Vereinsheim des Musikvereins „Harmonie“ auf das neue Jahr anstieß.
Rückblick auf 2018
Beim anschließenden Rückblick auf das vergangene Jahr nannte er das gelungene 125-jährige Jubiläum des Männergesangvereins, die Fastnachtssaison mit einem tollen Umzug und im Mai das Rheinradeln. Eine besondere Erwähnung fand der Weinsommer im Juli und August sowie im September die Kerb. Hier merkte Wasilakis an, dass die Kerb einige Zeit am Abflachen war, jetzt aber wieder richtig Fahrt aufgenommen habe. Den Abschluss des Jahres 2018 habe der Adventsmarkt gebildet.
In den Fokus rückte der Ortsvorsteher die Bedeutung des Herrnsheimer Schlosses sowie des dazugehörigen Parks. Mit der Unterstützung von 4,5 Millionen Euro vom Bund könne nun die Sanierung erfolgen.
Ausblick auf 2019 und 2021
Beim Blick in Zukunft streifte Andreas Wasilakis zwar das Jahr 2019 mit den traditionellen Veranstaltungen von Fastnacht über den Weinsommer bis zum Adventsmarkt, den eigentliche Schwerpunkte legte er aber auf das Jahr 2021, wenn Herrnsheim seinen 1250. Geburtstag feiere.
Wo drückt der Schuh?
Den Schlusspunkt seiner Ansprache setzte die Rubrik: „Wo drückt der Schuh?“. Hier rückte der Ortsvorsteher die Autos bzw. deren Fahrer ins Rampenlicht. So erhalte er immer mehr Beschwerden über Falschparker, die viele Stellen regelrecht zuparkten, sodass es für den rollenden Verkehr schwierig sei, durch manche Gasse oder Straße zu gelangen. Auch die erhöhte Geschwindigkeit vieler Autofahrer stelle ein zunehmendes Problem dar. „Es wird zu schnell gefahren“, so Andreas Wasilakis in Bezug auf die Straßen, in denen Tempo 30 gilt. Der Ortsvorsteher rief daher zu einer Sammelaktion auf, um mit dem eingenommen Geld auf den betroffenen Straßen groß und mit weißer Farbe zu schreiben: „Tempo 30!“ Damit sollen Autofahrer an das Tempolimit erinnert werden.
Für Europa stimmen!
In seinem Grußwort betonte der Wormser Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek (CDU) wie wertvoll das Schloss sei für den Stadtteil sei. Die Unterstützung des Bundestagsabgeordneten Jan Metzler (CDU) bei der Bereitstellung von 4,5 Millionen Euro zur Sanierung sei sehr wichtig gewesen. Im weiteren Verlauf kam Hans-Joachim Kosubek auf die anstehenden Wahlen zu sprechen. Er forderte dabei alle Bürger auf, zur Europawahl zu gehen und eine Partei zu wählen, die für die Europäische Union sei. Die EU sei das größte Friedensprojekt der Geschichte, es sei unglaublich, dass manche Politiker den Austritt aus der EU forderten, so der Wormser Bürgermeister.
Die „letzte“ Plakette
Den Abschluss des Herrnsheimer Neujahrsempfangs bildete die traditionelle Ehrung. In diesem Jahr erhielt die Freiwillige Feuerwehr Herrnsheim die begehrte Plakette. Andreas Wasilakis erläuterte dabei, dass es die „letzte“ Plakette sei, die vergeben werde, da es keine weiteren mehr geben. Der Künstler stelle keine mehr her. Auch in den kommenden Jahren würden engagierte Bürger und Institutionen geehrt werden, aber Plaketten in der bisherigen Form gebe es keine mehr.
Freiwillige Feuerwehr
Die Freiwillige Feuerwehr Herrnsheim sei im Jahre 1879 mit 32 Mann und drei Feuerspritzen als Löschzug gegründet worden. In der Zeit vorher hätte es auch schon Brandbekämpfer gegeben, aber dies nannte sich Feuerlöschanstalt. Mit der Gründung des Löschzuges hätten die Männer erstmals Helme und eine Uniform erhalten.
Heute, so der Ortsvorsteher, stelle die Freiwillige Feuerwehr Herrnsheim mit 53 Mitgliedern und sieben Ehrenmitgliedern den größten Löschzug alles Wormser Stadtteile. Im Jahr 2018 hätte es insgesamt 135 Einsätze gegeben. Alle Mitglieder der Feuerwehr seien Ehrenämtler und würde viel Freizeit und Herzblut für die Tätigkeit einbringen, die zum Wohle der gesamten Bevölkerung sei. Andreas Wasilakis übergab die „letzte Plakette“ an den Löschzugführer Rainer Buscher und seinen Stellvertreter Frank Schäfer.