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Sa., 04. November 2017, 18:41 Uhr
199 Teilnehmer trafen sich vom 28. Okt. Bis zum 31. Okt. zum 13. Wormser Nibelungenopen
13. Nibelungenopen des Wormser Schachvereines von 1878
Das Turnier wurde in zwei Leistungsklassen ausgetragen – das A-Turnier für starke Turnierspieler, das B-Turnier für geübte Vereinspieler. Beide standen unter der professionellen Leitung von Daniel Hendrich, seines Zeichens geprüfter internationaler Schiedsrichter. Er wurde seitens des Wormser Schachvereines (WSV) von Michael Pittner-Fleck unterstützt. Letzterer bestand seine Feuertaufe mit Bravour.
Gespielt wurde in der Paternusschule in Pfeddersheim. Der Stadt Worms und der Schulleitung der Paternusschule dankt der WSV für die Bereitstellung der Aula, die wieder ein tolles Ambiente für die Schachbegeisterten bot.
Wie üblich sorgte Vereinspräsident Patrick Boos zusammen mit seinem Küchenteam für eine abwechslungsreiche und preiswerte Verpflegung der Teilnehmer. Viele weitere ehrenamtliche Helfer waren notwendig, um einen schönen Rahmen für das Turnier zu schaffen.
Auf – und Abbauhelfer für die 110 Tische und 220 Stühle sowie die Bretter und Figuren, Kassenwarte, Küchenhelfer, Turnierleiter, Einkäufer, Abholer, Moderator und viele mehr trugen zum Erfolg bei. Ein Großteil der Teilnehmer hatte schon mehrfach an diesem Schach-Open teilgenommen und war so bestens mit allem vertraut.
Das A-Turnier war mit 72 Teilnehmer besetzt, darunter sechs weibliche Schachspieler. Zwölf Titelträger waren angereist, um sich einen Teil des mit 4200 Euro großzügig ausgestatteten Preisfonds zu erkämpfen. International besuchte je ein Schachfreund aus Belgien, Mexiko, Rumänien, Serbien, der Ukraine und den USA das Open, was für den Bekanntheitsgrad spricht. Die Spitzenbretter der A-Gruppe wurden erstmals auf der Bühne der Aula untergebracht, was von Spielern und Zuschauern sehr begrüßt wurde. Das Turnier gewann der erst sechszehnjährige Pfälzer Julius Muckle mit fünfeinhalb Punkten aus sieben Runden hauchdünn aufgrund der besseren Feinwertung vor dem Internationalen Meister Igor Solomunovic und Vadim Cernov. Wie hart hier um jeden halben Punkt gerungen wurde zeigte sich daran, daß die ersten fünf alle auf fünfeinhalb Punkte kamen. Knapp dahinter plazierte sich der beste Wormser Spieler, Roland Ollenberger, mit fünf Punkten. Auf Rang neun folgte die beste Dame des Turnieres, die weibliche internationale Meisterin Zilberman. Gute Plazierungen aus Wormser Sicht waren noch Daniel Helbig auf Platz 16, René Dausch auf 25. Zufrieden sein konnte auch Jan Haugner, der seine Wertungszahl um 14,4 Punkte verbesserte.
B-Turnier mit 122 Schachspielern
Im B-Turnier starteten 122 Schachfreunde, darunter 13 Frauen. Zehn Wormser Spieler nahmen teil, von denen Niclas Burg im starken Feld den neunten Platz belegte. Spieler aus Frankreich, Brasilien und Polen wollten sich hier mit den regionalen Größen messen.
Das Turnier gewann Jan Siebel mit sechs aus sieben, knapp vor dem punktgleichen Anton Hardt. Fabian Guckes war mit vier Punkten auf Platz 31 ebenfalls zufrieden. Joachim Fiedler, der mit 65 Jahren sein erstes regionales Turnier spielte, erreichte eine gute Leistung von 1530 Punkten und einen 52. Rang. Stefan Fehlinger wurde bei seinem ersten Turnier mit drei Punkten und einer Leistung von 1567 Elopunkten 76. Von den Jugendspielern des WSV waren die beiden Brüder Alperen und Gökberk sowie Elias Holschuh am Start. Gökberk verbesserte sich gegenüber seinem Startplatz um 15 Ränge – Glückwunsch. Schlecht lief das Open für den Senior Josef Daitche, der trotz seiner großen Erfahrung am Schluß nur auf einem der hinteren Ränge landete. Astrid Boos-Guckes nahm diesmal als einzige Frau des WSV am Turnier teil und belegte einen leistungsgerechten Platz.
Noch ein interessantes Ergebnis zum Schluß: während sich im A-Turnier die Zahl der Siege mit den weißen und schwarzen Steinen die Waage hielt, hatten die Weißspieler im B-Turnier mit 192 zu 129 Siegen die Nase vorn. Dies lässt Platz für Analysen.
Stilvolle Siegerehrung
Die abschließende Siegerehrung nahm Klaus Zachmann vom WSV vor. Er bedankte sich bei den Spielern für ihre große Disziplin und Fairness, bei den ehrenamtlichen Helfern für ihren großartigen Einsatz und wünschte den Gästen eine gute Rückreise. Turnierleiter Daniel Hendrich verteilte dann die Preise und nach den obligatorischen Siegerfotos war das Turnier erfolgreich abgeschlossen. „Wir sehen uns wieder“ war mehr als einmal zum Abschied zu hören. Das macht ein wenig stolz.
Der Spielabend des Wormser Schachvereins findet jeden Dienstag ab 17.00 Uhr sowie jeden Freitag ab 16.30 Uhr im Hotel Boos in der Mainzer Straße 5 in Worms statt. Die Erwachsenen und Senioren kommen ab 19.00 Uhr zum Zug. Informationen auch bei Patrick Boos, Telefon: 06241/52456 oder im Internet unter http://www.worms1878.de/