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  • So., 02. Juni 2024, 19:19 Uhr
    VfR Wormatia Worms: Zwischenzeitlich sind es ganze 14 Spieler, die gehen oder deren Vertrag nicht verlängert wurde – hier die möglichen Gründe

    14 Spieler verlassen das Team

    Younes Azahaf.


    Von Marcus Diehl › Eigentlich ist bei der Wormatia alles wie immer. Die Saison ist beendet und sehr viele Spieler verlassen den Verein. Das „Wie“ in diesem Jahr ist aber die Vorgeschichte. Im Letzten Jahr wurde der Neuaufbau ausgerufen und im zweiten Jahr sollte mit einer eingespielten Mannschaft und einigen sinnvollen Ergänzungen die Attacke auf den Aufstieg ausgerufen werden.

    Wie so oft im Leben, kommt alles anders als man denkt oder plant. Es wird wieder einen Neuanfang für die Saison 2024/25 geben müssen. Bisher werden vierzehn Spieler den Verein verlassen, freiwillig wie unfreiwillig. Doch alle Abgänge haben verschiedene Gründe. Es gibt viele Gründe, warum Spieler sich neue Clubs suchen. Meistens ist es das Geld oder sportliche Perspektiven, man möchte kürzer treten oder die Laufbahn muss beendet werden.

    Drei Personalien offen
    Von vierzehn Spielern, die in der nächsten Saison nicht mehr dabei sind, sind bei den drei Personalien Marx, Sentürk und Azahaf offen. Bei allen anderen sind die Entscheidungen von Verein oder Spielern verstehen. Drei Spieler haben noch nicht unterschrieben: Loechelt, Marquardt und Nicklis, die Chancen stehen aber gut. Einige neue Spieler wurden schon verpflichtet, sie sollen in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden. Über viele Namen wird spekuliert. Aus dem aktuellen Kader stehen 10 Spieler unter Vertrag. Ob sie aber ihren Vertrag erfüllen, wird die Zeit bringen.

    Die Laufbahn beenden Tevin Ihrig und Jean Ives M’voto. Beide Spieler waren im 2022 das letzte Male für die Wormatia aktiv. Bei Tevin Ihrig geht nach seinem Knorpelschaden gar nichts mehr. Das Knie macht den Fußball nicht mehr möglich. Bei Jean Ives M’voto ist es ähnlich. Bestehende Verträge wurden aufgelöst.

    Kein Oberliga-Einsatz
    Mit einer Verletzung aus der A-Jugend gekommen, brauchte Ager Saady lange Zeit, um auf sich aufmerksam zu machen. Gelungen ist es ihm nicht, in der Oberliga hatte er keinen Einsatz. Er hätte noch ein Jahr unter Vertrag gestanden, dieser wurde aus nachvollziehbaren Gründen aufgelöst.

    Kein neues Vertragsangebot bekommen: Moritz Maurer war der letzte Sommerneuzugang. Zu diesem Zeitpunkt bestand Bedarf auf der Position des Innenverteidigers. Er kam aber nie über die Rolle eines Ergänzungsspielers hinaus. In der Oberliga hatte er 15 Einsätze, seine Leistungen waren dabei sehr schwankend, was die Nicht-Verlängerung verständlich macht.

    Nils Wannemacher hatte ganze vier Einsätze in der Oberliga. Dieses Jahr war er noch gar nicht dabei, nicht einmal im Kader. Auch hier ist die Entwicklung nachvollziehbar.

    Alexander Shehada kam auch erst spät im September zur Mannschaft. Nach der Regionalligasaison wollte er sich zunächst woanders umschauen. Er fand aber außer der Wormatia keinen neuen Verein. Er durfte zwar 25 Spiele absolvieren, von denen er neunzehn Mal eingewechselt wurde. Drei Tore waren seine Ausbeute als Stürmer. Für den Anspruch, den der Verein hatte und auch er selbst, war das viel zu wenig. Zu keiner Zeit konnte er den Stammspielern den Konkurrenzkampf aufdrücken – also auch eine nachvollziehbare Entscheidung.

    Jannik Marx als Streitthema
    Jannik Marx war das große Streitthema zwischen Verein und Fans, für viele allerdings nicht erklärbar. Seit vier Jahren war Marx im Verein und stand sogar teilweise als Kapitän auf dem Platz. Die Nicht-Verlängerung soll keine Leistungsgründe haben, denn auf dieser Position will man sich neu aufstellen. Seine Reputation im Team ist nicht anzuzweifeln, sein Einsatz war eigentlich immer vorbildlich. Trotzdem bleibt die Frage, warum. Lag es am Geld? Oder war am Ende doch die Leistung daran schuld. In vielen Partien, vor allem in der Phase, in der es nicht so gut gelaufen ist, war er genauso abgetaucht. Als Führungsspieler hat er sich nicht immer empfohlen. Hatte der Verein eventuell mehr von ihm erwartet? Wenn die Position adäquat ersetzt wird, ist alles gut. Wenn nicht, kann diese Entscheidung als Bumerang zurückkommen. Es handelt sich hierbei um eine Personalentscheidung die viele Fragen aufwirft.

    Jannik Marx.


    Für höhere Aufgaben haben sich empfohlen: Simon Ludwig, der sehr konstant in seinen Leistungen war und ein absoluter Stammspieler. Er wechselt absolut nachvollziehbar zum ambitionierten Regionalligisten RW Oberhausen näher in die Heimat. Da kann die Wormatia nicht mithalten…

    Daniel Kasper hat nie ein Hehl daraus gemacht, höherklassig spielen zu wollen – am liebsten mit der Wormatia. Jetzt geht er zur Reserve von Greuther Fürth. Wegen des Geldes wechselt er mit Sicherheit nicht, da hätte er bei anderen Vereinen mehr verdienen können. Sein neuer Verein steht für gute Nachwuchsarbeit und hat eine große Durchlässigkeit von der U21 zu den Profis, was Daniels Entscheidung erklärt.

    Philipp Sonn geht zum Bahlinger SC in die Regionalliga. In seinem ersten Jahr bei den Aktiven wurde er sofortige Stammkraft bei der Wormatia. Die wollte verlängern, er hat sich nachvollziehbar für eine höhere Aufgabe entschieden.

    Mit seinen Leistungen in dieser Saison, hat sich Maximilian Fesser für höhere Aufgaben angeboten. Der Verein wollte verlängern, er hat allerdings abgelehnt, ohne einen neuen Verein zu haben

    Die Vertragsangebote haben abgelehnt: Als zweiter Torhüter war es keine leichte Saison für Leon Guth, da Luca Pedretti, die unumstrittene Nummer 1 im Tor war. Leon möchte mehr Spielpraxis und hat sich nachvollziehbar für einen Wechsel nach Pfeddersheim entschieden.

    Umut Sentürk.


    Ein Angebot abgelehnt hat Umut Sentürk, wobei der Verein gerne mit ihm verlängern wollte. Er hatte ein großes Standing in der Mannschaft. Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Wollte er zu viel, bot der Verein zu wenig oder ist etwas vorgefallen, was ihn enttäuscht hat? Sentürks Entscheidung scheint nicht nachvollziehbar.

    Younes Azahaf hat ein Angebot abgelehnt und wechselt zu RW Koblenz. Das warum steht auch hier im Raum. Ist es die bessere sportliche Perspektive? Oder mehr Geld? Gut möglich, aber dürfte das in seinem Alter ein Argument sein? Oder hat ihn ein Berater gedrängt? Oder ist gar die fehlende Wertschätzung daran schuld. Auch Azahafs Entscheidung scheint nicht nachvollziehbar.
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