Do., 18. Februar 2021, 13:35 Uhr
Mit einem breiten Programmangebot beteiligen sich Volkshochschulen und ihre Verbände am Festjahr zu „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland". In Podcasts, Online- Kursen und -Ausstellungen, Filmvorführungen, Konzerten und Workshops werden unterschiedliche Facetten der wechselvollen Geschichte und lebendigen kulturellen Gegenwart aufgegriffen. Viele Volkshochschulen kooperieren dabei mit der jüdischen Community und mit Gemeinden vor Ort. „Gemeinsam mit Jüdinnen und Juden blicken wir auf eine lange, gemeinsame und teilweise sehr grauenvolle Vergangenheit zurück. Das Festjahr ist uns Mahnung und Freude zugleich. Die Erinnerung an die Shoah ist Teil unserer Verantwortung und mahnt uns bis heute, jeder Form von Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten. Und gleichzeitig sind wir dankbar und froh, wie sehr jüdisches Leben unsere Kultur, Sprache, Traditionen und Innovationen bereichern. Das zeigt: Jüdisches Leben in Deutschland ist vielfältig und bereichert unsere Gesellschaft“, sagt Annegret Kramp-Karrenbauer, Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV).
Gemeinsame Bildungsreihe
Die offizielle Auftaktveranstaltung zum Festjahr #2021JLID wird am 21. Februar online stattfinden. Das Angebot der Volkshochschulen zum Festjahr umspannt alle Programmbereiche: Vielerorts können Interessierte beispielsweise Schnupperkurse in Jiddisch oder Hebräisch belegen, koscher kochen lernen oder das ganzheitliche Bewegungskonzept von Moshé Feldenkrais erfahren. Soweit es die Pandemielage zulässt, planen Volkshochschulen Exkursionen zu jüdischen Orten der Erinnerung. Vielfach wurden spezielle Kooperationen mit Schulen angebahnt. Die Volkshochschulen der rheinland-pfälzischen SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz planen eine gemeinsame Bildungsreihe im Rahmen der Bewerbung der drei Städte um die Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe. SchUM ist ein Akronym aus den Anfangsbuchstaben der mittelalterlichen hebräischen Städtenamen.