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  • Mi., 21. Oktober 2015, 08:07 Uhr
    168 km mit 5600 Höhenmetern in maximal 34 Stunden / Erich Strack aus Worms stellte sich zum zweiten Mal erfolgreich dieser Herausforderung. 

    2. Pfälzer Weinsteig Ultratrail – Prädikat „besonders wertvoll“

    Platz 14 in der Gesamtwertung und der dritte Platz in der Altersklasse waren der verdiente Lohn für den unbändigen Einsatz von Erich Strack.         


    Am letzten Wochenende fand die zweite Auflage einer außergewöhnlichen Laufveranstaltung statt, die in dieser Form in der Region absolut konkurrenzlos ist. 50 Läufer wurden eingeladen, den Naturpark „Pfälzer Wald“ mit seinen ausgedehnten Wäldern und traumhaften Weinlagen auf dem originalen Fernwanderweg „Weinsteig“ nonstop unter die Füße zu nehmen. Dabei war eine feste Zeitvorgabe von 34 Stunden bedingungslos einzuhalten. Wanderer absolvieren zum Vergleich diese Strecke in 10 Tagesetappen.

    Die Wetterbedingungen waren im Vergleich zum Vorjahr schwieriger, da sich die Temperaturen in der Nacht nur wenig über Null Grad bewegten und auch tagsüber maximal nur 11 Grad erreichten. Dementsprechend galt es die Ausrüstung anzupassen, um den Körper vor Auskühlung zu schützen. Aufgrund der geringen Dichte der Verpflegungsstellen waren auch Energieriegel und Getränke mit einzuplanen, die zusammen mit der Stirnlampe für die Nacht und weiterer Ausrüstungsgegenstände das Gepäck auf ca. 6 kg brachten.

    Im späteren Zieleinlauf bei den Sportfreunden des SV Obersülzen gab es samstags ab 4.30 Uhr noch ein kleines Frühstück, ehe die Abfahrt mit dem Bus nach Schweigen-Rechtenbach erfolgte. Der Start wurde dann um 07.00 Uhr am Deutschen Weintor vom Organisator Günther Bruhn freigegeben und das Abenteuer konnte beginnen. Ein Team aus freiwilligen Helfern sorgte über die langen Stunden für einen Rundum-Service, der keine Wünsche offen ließ. Hoch motiviert wurden die Sportler mit allem versorgt, was benötigt wurde um durchzukommen.

    Laufen in der Dunkelheit
    Tagsüber kam es darauf an eine möglichst weite Strecke zurückzulegen, um den wichtigen Fixpunkt „Wappenschmiede“ bei St. Martin (km 86) noch in der Dämmerung zu erreichen. Dort gab es die Möglichkeit, sich mittels eigener „Drop Bags“ auf die Nacht vorzubereiten und insbesondere Kleidung und Schuhe zu wechseln. Das Laufen bei Dunkelheit in schwierigem Gelände bedarf einiger Übung, da auf Wurzelpfaden das räumliche Sehen mit Stirnlampe leidet. Mit angepasstem Schritt und Konzentration kamen aber alle Teilnehmer verletzungsfrei durch die Nacht. Ausfälle waren eher auf fortschreitende Erschöpfungszustände und Probleme mit dem Magen durch zu kalte Getränke und schwer verdauliche Gels zurückzuführen.

    Nach einem sehr langen Tag und einer noch längeren Nacht kamen 26 Extremsportler in Obersülzen an und wurden frenetisch gefeiert. Unabhängig von der Platzierung ist hier jeder Finisher ein wahrer Held mit unglaublichem Durchhaltevermögen und mentaler Stärke.

    Die Sieger kamen diesmal aus der Region mit Roland Stulz vom LLG Wonnegau und Eva Schlüter aus Hatzenbühl, die in 21 Stunden 33 min. bzw. 30 Stunden 23 min. im Ziel eintrafen. Eine unglaubliche Leistung bei dieser anspruchsvollen Strecke.

    Erich Strack aus Worms konnte in 29 Stunden 24 min. die Ziellinie überqueren und war damit2 Stunden schneller als im letzten Jahr.

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